Die richtigen Ziele finden – wie und warum?

Vielen von uns wurde nie mit auf den Weg gegeben, was wir alles erreichen können, wenn wir uns nur klare Ziele setzen.

Viele der Ziele wie Schule, Ausbildung, Studium, dieses oder jenes zu besitzen kommen von außen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ganz wichtig ist aber:

Wir sollten uns in regelmäßigen Abständen Zeit für uns selbst nehmen und darüber nachdenken, was für uns lohnenswerte Ziele im Leben sind – ohne irgendwelche Einflüsse von anderen Personen.

Wenn du ein gutes „Warum“ hast, wirst du sehr viel wahrscheinlicher deine Ziele erreichen. Eine „richtige“ Zielsetzung schärft deine Blick für die wichtigen Dinge im Leben.

In schwierigen Zeiten wirst du so weniger stolpern, wenn du den oft steinigen Weg des Lebens beschreitest. Wenn du deine Ziele erreichst, steigerst du dadurch deine Selbstachtung und dein Selbstbewusstsein. Neben Glücksgefühlen bringt dir das eine gesunde Portion Stolz.

Kurz: Ohne Ziele keine Ergebnisse!

Eine gute Übung, um deine Ziele zu finden ist die Übung vom perfekten Tag.

5 Regeln für SMARTe Ziele und wie du diese erreichst

smarte ziele

Die Abkürzung SMART steht für die Begriffe Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Termin und wird beispielsweise im Projektmanagement oder auch bei der Personalentwicklung von Unternehmen angewendet.

Mit Hilfe von SMART-Zielen lassen sich Ziele und Meilensteine konkret definieren und besser erreichen – egal, ob du ein Team führst oder dich und dein eigenes Leben strukturieren möchtest.

Aus diesen 5 Begriffen leiten sich 5 wichtige Regeln für deine Zielsetzung ab, um das spannendste Projekt von allen, dein Leben, nach deinen Wünschen zu gestalten.

Ein wichtiger Hinweis vorweg:

Halte alle deine Ziele, Teilschritte und Ergebnisse schriftlich fest. Du kannst dafür ein Notizbuch wie Evernote verwenden oder ein komplettes Projektmanagent Tool wie Asana. Analysiere regelmäßig auf dem Weg deine Fortschritte und belohne dich auch, wenn du etwas erreicht hast. 

Regel 1 – (Spezifisch): Sei spezifisch!

Das heißt, definiere deine Ziele möglichst genau. Du kannst dafür die die folgenden 6 W-Fragen benutzen.

  • Wer ist involviert?
  • Welche(s) Ziel(e) will ich erreichen?
  • Wo soll das passieren?
  • Wann soll es passieren?
  • Welche Anforderungen und Einschränkungen gilt es zu beachten?
  • Warum setze ich mir dieses Ziel?

In der letzten Frage geht es darum, konkrete Gründe zu finden, warum du deine Ziele überhaupt erreichen willst und welchen Gewinn es dir bringt, diese Ziele zu erreichen.

Beispiel 1:

  • Vages Ziel: „Ich will fitter werden!“
  • Spezifisches Ziel: „Ich will in der Lage sein 10 Km am Stück zu laufen in unter einer Stunde.

Im Vergleich zum vage formulierten Ziel, gibt die spezifische Zielsetzung an, was du konkret machen willst, wie oft, und wie lange. Was fehlt aber? Es ist nicht klar, ob du vielleicht nur schnell abnehmen, deine Körperkraft oder die mentale Stärke verbessern willst, also der Grund und die Motivation für das Ziel.

Beispiel 2:

  • Vages Ziel: „Ich will sparen.“
  • Spezifisches Ziel: „Ich spare für die nächsten 12 Monate den Betrag von 400€ auf einem Extra Konto und mache anschließend von dem Geld eine Weltreise.“

Regel 2 – (Messbar): Leg konkrete Messkriterien für deine Fortschritte fest!

Wie in den ersten Beispielen angedeutet ist es sinnvoll, dass du dir konkrete, messbare Werte überlegst, an denen du siehst, ob du dein Ziel erreicht hast. Darüber hinaus hast du auf dem Weg zum Ziel eine Kontrollmöglichkeit um zu sehen, ob du mit deinen Teilzielen hinterherhinkst oder gar schon vorauseilst.

Wenn du in den nächsten 6 Monaten nebenbei Geld verdienen willst, legst du den Betrag fest z.B. 1.000 Euro monatlich, und nach drei Monaten sollten es ungefähr 500 Euro mehr sein.

Auch hier helfen wieder die guten alten W-Fragen:

  • Wie viel?
  • Woher weiß ich, wann ich mein Ziel erreicht habe?
  • Was mache ich, wenn ich meine Ziele erreicht habe?

Regel 3 (Akzeptanz): Gestalte deine Ziele so, dass sie akzeptierbar sind!

Ist die Zielsetzung nur für dich selbst, ist der Fall klar. Setzt du aber Ziele für deine Teamkollegen, Angestellten, Freunde usw. ist zu beachten, dass die Ziele von ihnen akzeptierbar sind.

Das heißt, die Ziele müssen als angemessen, attraktiv und ausreichend anspruchsvoll angesehen werden und dabei stets ausführbar bleiben. Such dir lieber ein neues Ziel, falls ein von dir gesetztes Ziel deine zeitlichen Kapazitäten oder fachlichen Kompetenzen übersteigt. So vermeidest du negativen Stress.

Folgende drei Fragen können dir wieder dabei helfen:

  • Bist du bereite, Zugeständnisse zu machen, um dein Ziel zu erreichen?
  • Bist du Willens, gewisse Aspekte deines Lebens drastisch zu ändern bzw. zu optimieren?
  • Gibt es vielleicht besser erreichbare Ziele, für die es sich eher lohnt, zu arbeiten?

Das klingt vielleicht sehr logisch und naheliegend, aber manchmal gibt es im Unterbewusstsein noch negative Glaubenssätze, die du erst überwinden musst. Ich habe dazu einen Artikel verfasst, der dir Tipps gibt, wie du solche negativen Glaubenssätze überwindest.

Meist sind es wir selbst die zwischen uns und unseren Zielen stehen. 

Regel 4 (Realistisch): Setz dir realistische Ziele!

Setz dir realistische Ziele: Immerwieder höre ich vom schnellen Reichtum über Nacht, der tollen Influencer Karriere von heute auf morgen und ähnliche Ziele. Das ist unrealistisch.

Es ist auch unrealistisch, dass jemand, der 10 Jahre keinerlei Sport gemacht hat, sich innerhalb von zwei Wochen auf einen Marathon vorbereiten kann oder 10 Kg abnimmt, auch wenn solche schnellen Lösungen gerne immer wieder verkauft werden.

Wohlgemerkt: Unrealistisch, nicht unmöglich. Menschen mit einem starken willen haben bereits die unglaublichsten Dinge im Leben erreichen können.

Aber wenn du dir unrealistische Ziele setzt, sorgt das oftmals nur für Stress und Frust.

Stress empfinden wir immer dann, wenn wir das Gefühl haben, den aktuellen Herausforderungen nicht gerecht werden zu können.

Auf der anderen Seite solltest du aber auch darauf achten, dir nicht zu kleine Ziele zu setzen. In einer Mastermind-Runde hatte ich mir das Ziel gesetzt innerhalb von 6 Monaten auf 10.000 Euro Verdienst zu kommen und der Teilnehmer hatte sich 1.000 Euro vorgenommen.

Das interessante daran war, wir waren gemessen am Gesamtziel immer gleich auf. Er war bei 400 Euro ich war bei 4.000 usw.

Ich mag es große Ziele zu setzen.

Ein großes Ziel ist wie ein Berg, dessen Spitze immer sichtbar ist. All die Herausforderungen auf dem Weg sind nur kleine Hügel, die das große Ziel niemals verdecken können. 

Regel 5 (Termin): Verpack deine Ziele in einen zeitlichen Rahmen!

Deine Ziele sollten stets zeitgebunden sein. Entweder setzt du dir einen Termin, bis zu dem alle Teilziele erreicht sein sollen, oder du erstellst dir einen konkreten Zeitplan.

Letzteres empfiehlt sich bei komplexeren Problemen, wie dem Aufbau eines Online-Business. Sich selbst Fristen zu setzen, steigert die innere Wahrnehmung für das Ziel und gibt ihm eine gewisse Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit.

Dies wiederum sorgt für einen mächtigen Motivationsschub. Wenn du für deine Ziele weder Zeitplan noch Deadline hast, geraten diese oft in den Hintergrund des eigenen Bewusstseins.

Ein wichtiger Hinweis zu den Deadlines noch, es gibt das parkinsonsche Zeitgesetz. Das besagt in etwa, das eine Aufgabe zu ihrer Erledigung immer so viel Zeit benötigt, wie du zur Verfügung hast.

Also setz dir möglichst knappe realistische Termine für deine Ziele.

Vielleicht kennst du das noch aus der Schule oder dem Studium. Einen Tag vor der Abgabefrist beispielsweise einer Hausarbeit, wird die Aufgabe fertig. Egal ob du 3 Tage oder zwei Wochen vorher angefangen hast. Diesen Tag vor der Abgabe, sind wir meist am produktivsten, weil die Dringlichkeit besteht.

Dieses Gefühl von Dringlichkeit wollen wir mit möglichst knappen Deadlines auch erreichen, so steigerst du deine Produktivität um ein Vielfaches.

Folgende Fragen können dir helfen, deinen Zielen einen zeitlichen Rahmen zu geben:

  • Was kann ich heute tun, um meinem Ziel näher zu kommen? (kurzfristige Ziele)
  • Was kann ich in drei Wochen tun, um mein Ziel zu erreichen?(mittelfristige Ziele)
  • Was kann ich in drei Monaten tun, um mein Ziel zu erreichen?(langfristige Ziele)

Praktische Tipps für die Zielsetzung und wie du deine Ziele erreichst

  • Setz dir nicht zu viele Ziele auf einmal.
  • Schreib die konkreten Ziele auf. Halte auch deine Fortschritte schriftlich fest.
  • Hab deine Ziele immer sichtbar: Bei mir hängen die auf einer Magnettafel direkt am Kühlschrank.
  • Such dir kurz-, mittel- und langfristige Ziele und unterteile diese in Meilensteine und werde dann immer konkreter bis zu kleinen Aufgaben und den einzelnen Teilschritten.
  • Fang sofort an, an der Verwirklichung deiner Ziele zu arbeiten. Studien haben gezeigt, dass wenn wir nicht innerhalb der ersten 72 Stunden beginnen, sinkt die Wahrscheinlichkeit drastisch, das wir jemals anfangen
  • Mach dir klar, welche positiven Auswirkungen das Erreichen deiner Ziele auf dein gesamtes Leben hat.
  • Mach dir auch bewusst, welche negativen Auswirkungen es auf dein Leben hat, wenn du das Ziel nicht erreichst.
  • Belohne dich, wenn du eine weitere Etappe gemeistert hast.
  • Sei geduldig mit dir. Es gibt Ziele, die benötigen Zeit und Durchhaltevermögen.
  • Fokussiere dich bei deinen Zielen nicht nur auf einen Bereich deines Lebens, sondern versuche eine Balance zu erreichen z.B. zwischen Arbeit, Freunden, Gesundheit und anderen wichtigen Bereichen deines Lebens.
  • Setz dir möglichst knappe Deadlines.
  • Lerne aus deinen Fehlern und den Fehlern anderer.
  • Ein Ziel auch mal nicht zu erreichen ist nicht so schlimm, solange du nicht aufgibst.
  • Visualisiere gelegentlich das Erreichen des Ziels. Stelle dir vor wie es wäre wenn du es geschafft hast. Die Anerkennung, das Lob oder auch das schnelle Auto. Egal was es ist.
  • Such dir Partner, mit denen du gemeinsam an deinen Zielen arbeiten kannst.
  • Überprüfe deine Ziele regelmäßig und wenn du merkst, das es nicht mehr passt oder dir nicht mehr so wichtig ist, dann streiche Ziele auch wieder.

Fazit zur Zielsetzung und SMARTEN Zielen

Den Artikel hast du geschafft, jetzt gilt es als nächstes deine Ziele zu schaffen.

Zusammengefasst stehten SMARTe Ziele für:

Spezifische Ziele festlegen

Messbare Kriterien benennen.

Akzeptiere Ziele finden.

Realistische Ziele definieren.

Termine setzen.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Erreichen deiner Ziele. Wenn du Lust hast, schreib mir doch einfach mal eines deiner aktuellen Ziele und woran es gerade hängt.