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Wunderliche Weltklugheit #48 - Weltreise Thailand, Bali, Nusa Penida, Vietnam, Norwegen - Thomas Dahlmann
Wunderliche Weltklugheit #48 - Weltreise Thailand, Bali, Nusa Penida, Vietnam, Norwegen

Wunderliche Weltklugheit #48 – Weltreise Thailand, Bali, Nusa Penida, Vietnam, Norwegen

Hinweis: Ist ein wenig ausgeufert die Folge 😀 Die nächste hat dann auch wieder ganz viel Business und weniger Bier 😉

Moin.

Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen hat John Lennon in Beautiful Boy mal so schön gesungen. So geht es mir und wohl vielen von euch da draußen auch gerade.

Meine Weltreise war gerade erst gestartet, in meiner letzten Podcastfolge ende Januar saß ich noch in Bali angeheitert im Pool und dann kam irgendwie doch alles anders.

Über drei Monate ist das jetzt schon her und es wird mal wieder Zeit für eine neue Folge auch wenn mir das nach einer so langen Pause und in so einer komischen Zeit gar nicht so leicht fällt.

Dafür hab ich mich heute hier ans Meer auf einer kleinen Insel gesetzt, ihr hört ein bisschen das Wellenrauschen und ich mach mir noch n gutes Bierchen auf und dann gehts los.

Ich werde euch berichten, was in den drei Monaten meiner Weltreise so passiert ist, wie das Leben so läuft und natürlich gibt es auch ein paar Updates aus dem Online-Business dann das läuft zurzeit alles richtig gut.

Joa und wir machen mal mit Bali weiter, wo ich zuletzt aufgehört hab… ich erzähle euch, wie doof in Bali alles war, damit ihr euch zu Hause besser fühlt.

Bali

Die Asienreise ja sowieso nur für zwei oder drei Wochen maximal geplant, aber ich Schussel hatte vergessen ein Rückflugticket zu buchen … und so musste ich improvisieren und dann war ich gezwungen erstmal nach Bali zu fliegen.

Ich hatte ja schon so viel von Bali gehört, dass ich dann schon sehr gespannt war …

Direkt als wir Abends am Flughafen ankamen fielen sofort die vielen Statuen und die schicke Bauweise in Denpasaar auf. Das wirkt alles so ein wenig als ob da vor 1000 Jahren mal eine Hochkultur gelebt hat und jetzt eine primitive menschliche Lebensform die Ruinen besetzt hat. Also das komplette Gegenteil zu Langkawi vorher… wo gefühlt alles 70er Jahre Plattenbau Charme hatte.

Aber zu Bali sollte man wissen, das es praktisch mehrere Teile gibt.

In Ubud ist alles Dschungel und da sind die ganzen veganen Yogis deren Erleuchtung noch heller scheint als die balinesische Sonne. Dann gibts Canggu direkt am Meer und da sind so die Surfer und bisschen Business und Party ging da auch. Uund dann gibt es noch Seminyak, da ist das Partyvolk und Ballermann Stimmung. Also für jeden etwas 🙂

Wir waren die meiste Zeit in Canggu… das mit der Ballermann Stimmung in Seminyak wusste ich vorher leider nicht und ich hatte mich auf die Einschätzung der anderen verlassen…

Ein besonderes Highlight waren die ganzen wahnsinnig attraktiven Menschen da vor Ort. Ich glaube ich habe noch nie so viele attraktive Menschen an einem Ort gesehen … Was hier bei mir an der Ostsee die Seesterne sind, die manchmal am Strand rumliegen, sind da die Instagram Sternchen. Man konnte kaum 10m am Strand laufen, ohne über eines dieser zierlichen Geschöpfe zu stolpern, die sich halbnackt vor irgendwelchen Kameras in den Brandungswellen räkelten.

Zusammen mit Fabian hatten wir uns die ersten Tage zu zweit uns so eine schicke private Pool Villa gegönnt. Also was Unterkünfte angeht, ist Preis/Leistung in Bali echt einmalig. Und selbst unsere 140m² Villa über zwei Etagen mit privatem Pool hat nur so ca. 160 Euro pro Nacht gekostet. Aber selbst für 15-20 Euro pro Nacht gabs da schon Unterkünfte die gut waren und alle mit Pool und bisschen außerhalb der Zentren gabs dann den richtigen privaten Luxus, aber das war uns zu weit außerhalb… wir wollten ja zentral sein.

Naja und wir kamen da an, und im ersten Augenblick hat sich das wie mega der Erfolg angefühlt. Bali, Traumvilla, privater Pool und alles selbst erarbeitet. Wir saßen ende letzten Jahres Wochenlang bei mir in der Wohnung und haben an den Workshops für Marketing Roadmap gearbeitet und echt eine Reihe richtig guter Inhalte erstellt, die den Teilnehmer weitergeholfen haben. Und das war so ein bisschen die Belohnung für alles.

Wir warteten noch bis das Personal unsere Villa verlassen hatte, bevor wir uns maßlos freuten … die sollten ja nur nicht denken, dass das nicht normal für uns sei 😀

Aber dann gings los .. Wir hatten das Glück, dass es die ersten 2 oder 3 Tage praktisch durchgehend regnete. Regen, Regen, Regen … von morgens bis Abends… Nach der Hitze Malaysias konnten wir so mal bisschen abkühlen und hatten wenigstens auch was von unser tollen Unterkunft 😉

Die Lage war auch Top… wir hatten richtig Glück, denn wir waren nur 100m von Strand, Partys und den anderen Leuten entfernt … auf der Karte sah das vorher also echt gut aus… was wir auf der Karte vorher übersehen haben, war ein kleiner feiner Fluss. Der trennte uns zum Glück von der anderen Seite, so das wir etliche Kilometer hätten laufen müssen, um irgendwo hinzukommen … so fiel es uns natürlich leichter mehr oder weniger nüchtern zu bleiben … und der Fluss hielt zum Glück auch all die Partygäste von unserem Pool fern …

Naja nachdem es dann doch ein wenig eingeengt in unserem Häuschen wurde, wollte ich dann doch mal auf die andere Seite des Flusses.

Ich hatte mir zwar auch einen Roller gemietet, aber nicht so Lust auf Roller fahren … also Taxi genommen. Taxis gibts da immer wieder mal… der Taxifahrer lächelte mich mit dieser übertriebenen balinesischen Freundlichkeit die ganze Fahrt über an. Als ich ihm vor dem Aussteigen dann 400.000 Rupiah für die Fahrt geben sollte, wurde mir hinterher auch klar, warum er so viel gelächelt hat, er hat mir locker mal mehr als das 20 fache des normalen Preises abgenommen …

Freundlich wie er war, hat er mich dann auch noch an einer völlig falschen Stelle rausgelassen, so konnte ich noch mehr von der Insel sehen 🙂

Nagut, also dann zu Fuß zurück … aber die einzigen Fußgänger auf Bali sind gefühlt Straßenhunde und paar Touris die in der Straßenhierarchie ungefähr beide auf einer Ebene sind …. Zum Glück war das der einzige Tag bisher mit Sonne und so war mir bei gefühlten 50 Grad wenigstens nicht kalt, während ich kilometerweit zu Fuß zurück ging … ab und zu fuhren dann auf den viel zu engen Straßen auch ganz dicht die Autos und LKWs hupend extra dicht an mir vorbei, damit ich mich wenigstens an einem kleinen Luftzug erfreuen konnte…

Ja die Hitze ist so ein Thema für mich… Langkawi war ja schon heiß mit konstant über 30 grad und jetzt kam ich da völlig uninformiert in Bali an und musste feststellen es ist nicht nur mindestens genauso heiß, sondern auch noch 95% Luftfeuchtigkeit und Regensaison war.

Ich bin ja voll der Warmduscher, echt so manchmal 30 Minuten voll aufgedreht… einmal hab ich solange war geduscht, dass als ich die Badtür aufgemacht hab, der Rauchmelder anging von dem ganzen Wasserdampf …

Und so warm müsst ihr euch das ungefähr vorstellen und auch die Luft….

Wobei Regensaison noch ganz gut war, heißt im Prinzip nur das es ein oder zweimal am Tag einen kurzen Schauer gibt, nur die ersten ein oder zwei Tage hat es wirklich durchgeregnet.

Dann ging die SIM-Karte kaum, gibt irgendwie zwei große Anbieter und ich hatte am Flughafen den falschen gekauft … bei so schlechtem Internet kamen schon fast Heimatgefühle in mir auf … aber hier in Bali gehört das bestimmt zur Meditationspraxis dazu, man übt sich in Geduld und Entspannung.

Das muss man bei Bali auf jeden Fall berücksichtigen, dass es was Infrastruktur und so angeht, dann doch nochmal etwas rückständiger war als jetzt Malaysia z.b. Da kam es dann auch öfter mal vor, dass Stromausfall ist und man im Restaurant ein unfreiwilliges Dinner in The Dark hat, oder man echt Probleme hat, für eine Videokonferenz vernünftiges Internet zu finden.

Joa und so saß ich da in dieser Traumvilla, aber hatten irgendwie schlechte Laune. Essen war gut, Haus war richtig gut, aber irgendwie war die Stimmung nur so mittelmäßig.

Auch wenn auf Instagram dann nur die schicken Bilder zu sehen sind, ist nicht immer alles Gold was glänzt und nach 2 oder 3 Tage hatte ich so gar kein Bock mehr auf Bali und deren Freundlichkeit 😀

Nach einigem grübeln kam ich dann auch auf die Ursache, das war nicht das schlechte Internet oder das Wetter…
nach vorher 3 Wochen am Stück maßlos trinken und die ganze Zeit sozial und unter Leuten sein, permanent Einflüsse von außen, viel mir diese Einsamkeit, Nüchternheit und Ruhe auf einmal extrem schwer.

Das ist mir schon öfter aufgefallen und auch gerade jetzt wieder in dieser Zeit, dass ich nach so Reisen oder Abenteuern, manchmal ein Stimmungstief habe.

Der zweite Grund war, dass wir die Villa erstmal nur für eine Woche gemietet hatten, um uns das Ganz anzusehen.

Für den Preis hätte man da ja auch locker n Monat leben können 😀 Aber wir haben uns gedacht, wer so viel arbeitet wie wir, der kann sich auch mal was gönnen und eigentlich war der Plan auch, da in der Villa noch bisschen an unseren aktuellen Workshops zu arbeiten 😉

Das Problem war jetzt aber, wenn ich gefühlt nur eine Woche Zeit habe, um so einen Ort zu erkunden, dann will ich da nicht vor dem Rechner hocken… schon gar nicht wenn es so warm ist, am Pool arbeiten klingt ja schön und gut, aber mein Ding ist das irgendwie nicht. Das ganze Klima hat mich einfach nur träge gemacht 😀

Also schlechtes Gewissen, die Angst was zu verpassen, die Unentschlossenheit und der Fokus darauf, was alles nicht so wie erwartet ist … keine gute Kombi und das war so ein kleiner Tiefpunkt auf der Reise.

Das ist sicher alles jammern auf hohem Niveau, was ich euch damit sagen will, dass man auf Instagram und co. oftmals nur die tollen Strände und den Pool sieht…

Aber ob man glücklich und zufrieden ist hängt nicht vom Ort ab, sondern einzig und alleine von der inneren Haltung. Ich habe auch schon in schäbigen Baumhäusern oder einer kleinen Einraumwohnung im Plattenbau geschlafen und war zufriedener.

Aber nach paar Tagen wurde das dann zum Glück besser und ich kam innerlich auch wieder mehr zur Ruhe, hab etwas mehr gelesen und beschlossen noch einen Monat einfach Urlaub zu machen ;).

Das ist eigentlich das beste was man tun kann in solchen Situationen. Das Wetter oder das Internet oder auch irgendwelche Viren, das kann man alles nicht kontrollieren. Aber was wir immer kontrollieren können ist unsere eigene Haltung zu den Dingen. Manchmal muss man einfach loslassen und die Dinge so akzeptieren wie sie sind.

Victor Frankl hat mal so schön gesagt:

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.

Wer Victor Frankl noch nicht kennt, das ist begründer der Logotherapie und Existenzanalyse. Also für alle mit Sinnkrise oder wenn ihr euch mal in schweren Zeiten befindet, eine gute Wahl. Buchtipp dazu: “Trotzdem Ja zum Leben sagen” von ihm.

Ja, also insgesamt haben wir die ersten Tage im Prinzip gar nichts gemacht außer in unser Villa rumzusitzen, zu essen, zu trinken und zu schlafen.

Das Essen insgesamt war recht abwechslungsreich und ich mochte das echt gerne. Das Leben auf Bali ist auch echt billig, wohl einer der Gründe, warum es da so viele Nomaden hinzieht.

Die Währung sind indonesische Rupiah. Eine Millionen Rupiah sind so ca. 66 Euro. Spannend ist aber was diese hohen Beträge mit uns gemacht haben. Teilweise diskutierten wir da über eigentlich Kleinstbeträge, wer da was zahlt, einfach weil die Zahlen so groß sind. Ich hab bemerkt, dass ich da unterbewusst, relativ sparsam gelebt habe. Weil es halt im Kopf schon eine Hürde ist für 35.000 ein Bier oder für 100.000 ein Longdrink zu trinken …

Joa die erste Woche war also relativ wenig trinken, ich war sogar zweimal beim Sport… nach 3 Wochen trinken ohne Sport hat gefühlt der körperliche Verfall begonnen und gerade bei so vielen attraktiven Leuten war das irgendwie unpassend 😀 ich, hab relativ gesund gegessen … und hätte schon die Befürchtung, dass mich diese Insel auch noch zum erleuchteten veganen Yogi macht … aber dann kam zum Glück Markus und die anderen nach und wir haben wieder maßlos getrunken 😉

Nach der Woche oder paar Tagen länger, ging es dann weiter, wir haben uns diesmal aber separat eine Unterkunft auf der anderen Seite des Flusses genommen und von da an ging es bergauf 😉

Ich hatte mir extra einen Roller gemietet, aber der stand da die Wochen eigentlich nur rum, weil ich nicht groß Bock hatte da auf Roller fahren, das war im Nachhinein betrachtet bisschen dumm war, weil das echt Spaß machen kann 😀

Meine neue Unterkunft waren dann direkt neben dem Dojo Bali, einen der bekanntesten CO-Working Spaces, also wirklich direkt daneben eine Tür weiter und das war die perfekte Laage.

Ich hätte da arbeiten können, hatte viel zu essen und war schnell am Strand und bei den anderen Leuten 🙂

Seit ich da war hab ich Bali auf jeden Fall ein bisschen lieben gelernt und die Unterkunft noch drei mal verlängert … eine neue Simkarte mit besserem Empfang hatte ich zum Glück mittlerweile auch 😀

Es ging also gerade wieder alles besser … und dann passierte die nächste Katastrophe … Die erste Woche hatte ich ein Zimmer in der ersten Etage, und hatte vom Balkon so einen Blick auf einen schönen Garten und Pool … Nach ca. der ersten Woche in der neue Unterkunft, hab ich mir bei der Verlängerung dann das Upgrade auf die Pool Suite gegönnt. Und dann stehe ich da so auf meinem Balkon und sehe runter durch den Garten auf den Pool und die Liegen und freue mich noch, dass ich ab morgen dann direkt am Pool bin …. aber dann ist es doch passiert …
Direkt am Pool mitten auf meiner Liege, auf der ich auch schon sorglos lag, hab ich eine Schlange gesehen!!!!

Die war so schlangenförmig … und grün und sah auf jeden fall mega giftig aus.

Danach war natürlich nichts mehr wie es vorher war und auch dieses kleine Paradies hatte seine Unschuld für mich verloren. Ausgerechnet an dem Tag wo ich von der ersten Etage auch noch in diese Schlangenhöhle direkt am Pool umziehen sollte ….

Bisschen verkatert noch musste erstmal schnell eine Lösung her … dann hatte ich einen genialen Einfall. Panisch installierte ich Tinder und fragte all meine Matches, ob ich denn heute bei ihnen schlafen könne, ich habe da ein Problem mit einer großen Schlange … naja, aber das war irgendwie nicht so erfolgreich… also blieb jetzt nur Heimreise oder rein in die Schlangengrube.

Und genau in dem Moment, als ich die Heimreise dann buchen wollte, checke ich so meine Mails und suche die Zugangsdaten für die Airline und dann kam eine E-Mail vom Steuerberater, irgendwas mit Finanzamt, Gewerbesteuer, Schätzung, Geld zahlen bla bla und so …

naja, dann doch lieber die Schlangengrube als das Finanzamt hab ich mir gedacht …

Gefahren gibt es überall auf der Welt, aber wenn ich die Schlange in Ruhe lasse, lässt sie mich wahrscheinlich auch in Ruhe, das klappt mit dem Finanzamt irgendwie nicht so, die werden immer penetranter, auch wenn ich sie in Ruhe lasse und mich nicht melde …

Ich zog also um und sperrte mich erstmal in meiner tollen Pool-Suite ein und recherchierte energisch, was es denn auf Bali so für giftige Tiere gibt. Das waren zum Glück gar nicht so viele, außer einer bis zu 5m langen Königskobra..die größte Giftschlange der Welt… die würde ich ja wohl sehen, und einer Todesotter … ich meine wer sich schon Todesotter nennt, der muss ja fies sein… aber ansonsten war gar nicht so viel tödlich.

Spannend ist, es gibt einen Hundertfüßler mit einer ungeraden Anzahl an Beinen, der giftig ist, und einen Tausendfüßler, der nicht giftig ist. Hier muss man also im Ernstfall sehr schnell zählen können ….

Nagut, aber die erste Nacht in der Pool-Suite überlebte ich ganz gut, aber dann wurde ich morgens um 10 von einem Anruf geweckt … Telefon klingelt nervtötend, ich mach Kissen auf den Kopf, Telefon lässt sich davon nicht beeindrucken, hört nicht auf, ich drücke das Kissen fester ins Gesicht … und dann Ruhe …

doch gerade als ich die Kissendeckung für eine Sekunde aufgebe, geht der Terror von vorne los …. ich geh ran, und dann fragt man mich, ob ich noch Frühstück will, das gibt es nur bis um 11 … na danke… ich dachte mir das fuuuuuuuccckk yyyyoouuuuu also nur im Stillen und antwortete freundlich, dass ich gleich da bin.

Zack die Badehose und das Bin Tang Shirt an und wenn ich jetzt schon mal wach bin, wollte ich einfach auch das Frühstück mitnehmen. Dann gehe ich an die Tür und ziehe ganz vorsichtig den Vorhang bei Seite um zu testen, ob irgendwelche Schlangen in Sicht war … Luft war rein, doch zum durchatmen blieb keine Zeit … schon drohte die nächste Gefahr, diese balinesische Freundlichkeit …

Während ich da mit halboffenen Augen durch den Garten am Pool vorbei taumel, stehen so alle 10m irgendwelche Mitarbeiter vom Hotel da rum …

Mega Anstrengend, stell dir vor, du wachst mega früh auf, wirst geweckt, quälst dich mürrisch mit halboffenen Augen zum Frühstück, und ständig kommt dieses überschwängliche, freundliche “Hello Sir, Hi, How Are You…” und dann so ein erwartungsvoller Blick als ob da jetzt mega die Antwort kommen würde …

Hin und wieder versuchte ich als Reaktion die Mundwinkel ein wenig nach oben zu ziehen, aber als ich dann nach diesem Freundlichkeits Spießrutenlauf endlich beim Frühstück ankam, war die Laune schon noch mehr im Keller und es kam ein schlechtes Gewissen dazu, weil alle so mega freundlich sind.

Naja alle außer mir … in Deutschland wo ich herkomme, geht man schweigend oder maximal Nickend aneinander vorbei, ab 18 Uhr oder nach ein bis zwei Bierchen gibts noch ein kurzes Moin dazu.

Das Ding ist, das machen die ja nicht nur einmal am Tag.

Einmal bin ich raus gegangen weil ich zum Strand wollte ….an der Lobby vorbei und dann gings los …. “Heyyyy.. how are you?” Im Chor von allen Leuten die da rumsaßen … , ich antworte noch halbwegs freundlich … jo alles fine und so.

Dann merke ich als ich aus der Tür raus bin das ich mein Handtuch vergessen hab, also wieder rein, wieder an der Lobby vorbei, wieder “heyyyy … how are you” … ich mit Handtuch wieder raus, die haben mich in 5 Minuten grad 3 mal gesehen, aber anscheinend sieht mein Leben so spannend aus, dass sie wieder Fragen, “Heyyyy… how are you? whats going on? ….”

Kaum bin ich draußen kommt eine WhatsApp bring mal Bier mit … oh man, Bier vergessen … was für ein Amateurfehler aber gehe zurück, und wieder “Heyyy… how are you?” Und immer dieses extrem freundliche Lächeln dazu, als ob die das voll ernst meinen. Wasn los ey… ich hole mein Bier und muss wieder an der Lobby vorbei … und naja ihr könnts euch denken …. kaum komme ich an der Lobby vorbei kommt nur im Chor “Heyyy… please don’t drink in the Lobby…” … ja fuck you ey …

Naja, das viel mir am Anfang jedenfalls echt schwer damit umzugehen …

manchmal habe ich dann hinter dem Vorhang meiner Tür gewartet, bis niemand zu sehen war und wollte dann ganz schnell durch den Garten laufen… bis dann hinter irgendeiner Hecke doch wieder ein freundliches “Hello, how are you?” mich wie ein Dolchstoß in den Rücken traf.

Bis ich mir dann eines Tages gedacht habe, jetzt zeige ich des diesen über freundlichen Balinesen mal … ich hab mir vorgenommen so freundlich zu sein, dass sie sich auch mal schämen …

Also begann ich völlig wahllos drauflos zu Grinsen an jedem an dem ich vorbeigehe… übertrieben freundlich sagte ich allen Hallo, führte sonst so verhasste Small Talks in gebrochenem Englisch und war so balinesisch drauf wie es nur ging …

Aber naja, zu meiner Enttäuschung fiel es den Leuten gar nicht auf….

Das Spannende war aber was es mit mir gemacht hat. Irgendwie hatte ich den ganzen Tag gute Laune.

Die meisten Leute sagen ja immer denk positiv und dann wird auch alles positiv und dass unsere Handlungen den Gedanken folgen…

aber manchmal ist es vielleicht auch genau umgedreht wenn wir wie doof anfangen zu lächeln und überschwänglich freundlich zu sein und immer weiter lächeln lächeln lächeln folgt irgendwann auch unsere Stimmung und unsere Gedanken werden vielleicht ein wenig positiver.

Das tolle an meiner neuen Unterkunft war jedenfalls das ich mitten drin war. Ich hatte eine Bar mit Billard direkt gegenüber wo wir so enige Tage versackt sind. Und Ich war praktisch eine Haustür neben dem Dojo Bali, so einem Co Working Space, wo es sogar gutes Internet gab und gute Essen. Das waren so die einzigen Tage, wo ich dann auch mal ein bisschen gearbeitet habe.

Morgens aufstehen, das Telefon hatte ich mittlerweile abgeschaltet, dann für 2-3 Stunden rüber ins Dojo und bisschen schreiben, dann gab es einen Milchshake und gesundes Essen und später ging es dann zurück an den Pool. Bisschen Mittagsschlaf und Abends dann sozial sein und bisschen was trinken oder so… das war schon ne ziemlich coole Zeit.

Ich hab wissbegierig wie ich bin auch im Dojo ein paar Vorträge angehört, von Frauen im Business, über Psychologie bis hin zu einem konspirativen Männerzirkel, wo sich einfach Männer getroffen haben und über Männerprobleme geredet haben. Jeder konnte alles sagen, die anderen haben nur zugehört, es sei denn man hat um Feedback gebeten. War ein interessantes Konzept.

Über dieses Männertreffen kam ich dann wiederum in einer Gruppe chinesischer Investoren, wo ich dann ein bisschen über Börsen, Tradingalgorithmen, Kryptowährungen und das Problem vom Overfittng beim Maschinellen Lernen und wie man das bei Backtests und der Auswahl von Trainingszeiträumen vermeiden kann einen Vortrag hielt.

Da alle anderen Bauchschmerzen hatten oder ernsthaft gearbeitet haben, war das so auch die Zeit, wo ich mir neue Trinkpartner suchen musste. Was mir da aufgefallen ist, wie schnell das mit der anderen Sprache geht. Ich bin da manchmal voll am zweifeln und wenn wir dann aus irgendwelchen Gründen englisch reden, bin ich meist eher ruhig. Aber in der Zeit hatte ich fast gar keine deutschen Kontakte mehr und es wurde total normal, einfach nur noch englisch zu reden und es klappte auch nüchtern voll gut 🙂

Ich glaube auch, dass alleine Reisen eine ganz andere Erfahrung ist und jeder sollte das mal gemacht haben. So wirst du praktisch gezwungen, dich auch mal mit neuen Leuten zu unterhalten und lernst einfach viel mehr kennen. Man muss auch keine Angst haben, dass man am Ende alleine ist oder so, bisher ging das immer recht schnell, selbst für jemanden wie mich, der eher introvertiert ist, neue Leute zu treffen.

Ein besonderes Highlight war auf jeden Fall das Toastmaster treffen im Dojo. Das sind Leute die Reden lernen wollen. Eigentlich war ich nur zu faul aufzustehen und saß da noch so im Dojo rum, dann gabs noch kostenlos Essen… und so war das eher Zufall das ich da rumsaß als es los ging … aber das Prinzip ist genial.

Es geht darum, vor anderen leuten Reden zu halten. Dazu gibt es eine Reihe von vorbereiteten Reden die jeder vorher anmelden kann. Jeder kann dann vorher sagen, worauf die anderen achten sollen, sowas wie Betonung oder den Augenkontakt. Und dann gibt es Spontane Reden. Dazu bekommst du eine Frage oder ein Stichwort zufällig vorgegeben und musst dann 2-3 Minuten darüber reden.

Das war schon sehr faszinierend zu sehen. So wie ich hier versteckt hinter einem Podcast Mikrofon ist das eine, aber auf einer Bühne vor anderen Leuten so zu reden und die Leute fesseln zu können, ist nochmal etwas ganz anderes.

Diese Toastmaster Treffen gibt es auch weltweit und auch in den meisten deutschen Städten, also wer Lust hat, kann sich sowas mal ansehen. Ich fands sehr cool und war auch soooooo kurz davor auch eine Rede zu halten, das ist glaube ich auf jeden Fall eine Fähigkeit, die dich überall im Leben weiterbringt und eine tolle Möglichkeit, spannende Leute zu treffen 😀

Joa, so nach der Woche war ich gefühlt auf jeden Fall in Bali angekommen und konnte mir auch vorstellen, da noch paar Monate zu bleiben. So langsam verstand ich auch, warum es so viele Nomaden da hinzog und gefühlt waren die wirklich überall in jedem Cafe saßen etliche Leute die am Laptop irgendwelches Zeug gemacht haben.

Da gabs alles was man braucht und coole Leute. Und wenn man bisschen günstiger lebt als ich, kann man da für 400 oder 500 Euro im Monat so ein Surfer Lifestyle führen oder auch entspannt ein Online-Business aufbauen und es sich gut gehen lassen.

Ich denke auch, wer ein Online-Business aufbauen will und gerade erst startet sollte das vielleicht an so einem Ort machen.

Im Job 3-4.000 Euro ansparen und dann kündigen und in einem günstigen Land ohne die ganzen bürokratische Hürden durchstarten. In 2-3 Monaten kann man da garantiert etwas aufbauen, was einem das Leben da finanziert.

Wer eine Firmenstruktur benötigt, kann eine US LLC, eine Kanada LLP nehmen oder ggf. auch Dienstleister wie Xolo in Estland. So spart man Bürokratie, hat keine Steuern, niedrige Lebenskosten und kann sich voll und ganz auf sein Business konzentrieren.

Die Hitze muss ich aber sagen, war bis zum Schluss immer noch schwierig für mich. So richtig produktiv wie in kälteren Regionen kann ich da einfach nicht sein.

Naja mir gefiel es auf jeden Fall immer besser und ich habe nochmal ne Woche verlängert.

Das war dann irgendwie auch ein ganz wichtiger Prozess für mich. Vor meiner ersten Asien Reise, hatte ich Flüge, Unterkünfte, Ersatzunterkünfte, etliche Backuppläne, Impfungen für 1.000 Euro, etc. das ganze Programm….

Nur wenige Wochen vorher, war es für mich schon verrückt keinen Rückflug zu haben, bevor ich das erste mal meine Unterkunft verlängern musste auf Langkawi hatte ich noch richtig Panik in 2 Tagen obdachlos zu sein … und hab die anderen bisschen gestresst, sich doch endlich zu entscheiden, aber jetzt so nach einer Weile unterwegs kam da eine Grundgelassenheit rein. Das fand ich sehr angenehm. Einfach loslassen hat hier auch wieder geholfen, den Kontrollzwang mal bisschen abgeben.

Dieses Gefühl von irgendwie klappt das schon alles, auch wenn ich in einer anderen Welt bin, voller giftiger grüner Schlangen und überfreundlicher Balinesen.

Irgendwann ging es von da dann aber doch weiter. Wir waren dann wieder eine größere Gruppe von ca. 10 Leuten und beschlossen dann, uns auch mal die Nachbarinsel Nusa Penida anzusehen. Da ich ja immer noch keinen Rückflug hatte, gerade noch paar coole Leute kennengelernt habe, gings dann also spontan mit.

Nusa Penida

Kann man ganz einfach mit dem Schnellboot rüberfahren und als wir dann in Nusa Penida vom Boot sprangen hatte Fabian so einen geheim Tipp an Rollerverleih. Ich bin bei sowas ja eher voll konservativ und so einfach wie möglich, egal was es kostet, aber Fabian ist da voll der Abenteurer und bisher ging es auch irgendwie immer gut.

Also erstmal los marschieren mit schwerem Rucksack in fiese Hinterhöfe, sind ja nur 35 Grad und mega viel Gepäck. Wenn man da mal so hinter die Fassaden sieht, merkt man leider auch, wie dreckig die Menschen da leben, wie viel Plastikmüll am Strand angespült wird … wird Zeit, dass Marie Kondo da mal ihre Aufräumkurse verkauft.

Aber Die Fiese Wanderung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach bisschen rumrennen kamen wir im Hinterhof an, da stand aber nur ein Roller, aber dann wurde ein Anruf gemacht und innerhalb 5 minuten kam gefühlt das halbe Dorf dazu, es wurden Fotos von uns gemacht und es kamen auch ein paar Roller.

Ich erhielt ein ganz besonderes Modell, komplett schwarz, extra groß, Bremsen, Felgen und die Anbauteile alle vergoldet und komplett neu. Auspuff in einer Lautstärke, dass JP Performance stolz auf mich gewesen wäre 😉 Wer schonmal so ein Audi RS oder Mercedes AMG Modell gefahren ist, kennt das so mit Laut und Fehlzündungen… du gibst Gas und hast einfach das Gefühl mega krass vorwärts zu kommen, aber die hatten leider nur den Auspuff getunt und nicht den Motor 😀

Für die ersten 10 Minuten einfach nur mega geil, aber wir haben auch paar Tagestouren gemacht und das war dann irgendwann echt anstrengend… da war ich dann froh, wenn ich mal einfach leise den Berg runterrollen konnte. Aber wenigstens musste ich nie hupen, weil man mich eh kilometerweit gehört hat … und das Gold auch nicht gerade dezent war.

Nusa Penida war auf jeden Fall extrem entspannend, Roller fahren hat Spaß gemacht und mit der Gruppe es perfekt. Wir hatten eine komplette Bungalow Anlage für uns gemietet, so 10 Bungalows ca. die so quadratisch aufgestellt waren und in der Mitte ein großer Pool. Auch wieder mega billig das ganze für ca. 20 Euro pro Nacht gab es so einen Bungalow. Die Leute super freundlich und Nusa Penida war eine komplett andere Erfahrung nochmal.

Wir sind praktisch den ganzen Tag nur mit dem Roller über die Insel gefahren und haben uns Tempel, Wasserfälle, Dschungel, Restaurants Strände und so angesehen und es war einfach nur so Touri Zeug…. wir haben es auch wirklich geschafft alles zu sehen, was man im Internet so findet 😀

Aber mal ganz ehrlich, mein Tipp an alle, ihr könnt das auch bequem von zu Hause sehen, ich packe euch paar Bilder mal auf Instagram, mein Account da heißt jetzt thomas.dahlmann einfach mal reingucken und ihr spart euch die Strapazen, die so eine Besichtigung mit sich bringt.

Denn für diese Bilder habe ich echt gelitten … natürlich war es mega warm wie immer und das ist nicht so, dass du da bequem mit dem Roller an den Strand oder zum Tempel fahren kannst.. nee ist halt voll die Felseninsel. Also fährst du auf irgendeinen komischen Sandparkplatz und dann heißt es Wandern und Treppen steigen.

Teilweise hunderte Meter in die Tiefe und dann wieder rauf über total verrückte Steintreppen Konstruktionen … nur um dann am Ende so fertig auszusehen, dass sich der Selfie für Instagram auch nicht mehr lohnt … Naja guckts euch einfach mal an, irgendwie war es schon sehr beeindruckend und ist auf jeden Fall eine sehr schöne Insel und perfekt für alle die es etwas ruhiger mögen.

Nusa Penida könnt ihr euch auf jeden Fall mal ansehen, aber dafür reichen auch so 2-3 Tage und dann habt ihr alles gesehen.

Mit der Truppe hätte ich es da auch noch ein paar Wochen ausgehalten, aber weil ich ja so spontan und verrückt war, bin ich einer Einladung auf eine Hochzeit in Vietnam gefolgt und bin nach paar Tagen dahin weiter.

Vietnam

Von der ruhigen Insel Nusa Penida ging es direkt nach Ho-Chi-Minh-Stadt mit ihren 8 Millionen Einwohnern und totalem Chaos aber dafür noch besserem Essen.

Am Flughafen angekommen und erstmal paar Bierchen und ne Flasche Whisky gekauft 😀

Den guten MACALLAN 18 aus dem Sherry Fass ( https://amzn.to/2LqEimY ) Lief ja so gut die letzten Tage, da wollte ich auch nicht aufhören 😉 Ist auf jeden Fall einer der feinsten Whiskys, den ich je getrunken habe und der stand schon echt lange auf meiner Liste.

Kurzen Powernap gemacht und dann ging es erstmal in eine Bar direkt am Wasser. Dort noch ein paar feine Cocktails trinken und dann direkt in einen Club. Und das war richtig verrückt … der mit Abstand teuerste Trinkabend meines lebens… dagegen ist der MACALLAN 18 noch ein Schnäppchen gewesen.

Erstmal kamen wir draußen an, reinkommen nur mit Einladung, aber die hatten wir über einen Bekannten, der da was reserviert hatte. Vor dem Laden standen dann so 20 tätowierte vietnamesische Türsteher die voll nach Mafia oder so aussahen und ein haufen zierlicher Frauen dazu, die die Gäste desinfiziert haben und dann in den Club begleitet haben.

Wir waren zu viert und die Begleiterinnen brachten uns dann zum Eingang und da war nur ein großer Saal und ein Fahrstuhl nach unten. Das war irgendwie schon ein komisches Gefühl, aber naja die kleinen Vietnamesinnen die uns nach unten begleitet haben sahen jetzt nicht so gefährlich aus 😀 Gefühlt ging es dann unzählige Stockwerke nach unten in eine Art Keller und dann öffnet sich so die Tür und da war so eine Art großer Bunkerraum. Sobald man in den Raum eingetreten ist, hat der ganze Körper erstmal von diesem Bass vibriert, die Musik war einfach nur megalaut, aber geil 😀 So Techno/Dark Zeug bisschen wie im Berghain oder so. Verständigung ab dem Zeitpunkt gleich null.

Es gab aber nicht so eine große Tanzfläche oder so, sondern ca. 50 oder 60 Tische und wir wurden dann zu dem Tisch unser Bekannten begleitet wo wir ca. 20 oder 30 Leute an 2 oder 3 Tischen waren und auf diesen riesigen Tischen stand Essen. Wer der Schacht auf Netflix gesehen hat, kann sich das so ungefähr vorstellen, wie so ein Tisch aussah.

Wir waren quasi Etage 1 und einfach nur ein Megabuffet nur für uns. Btw. wer der Schacht noch nicht gesehen hat, kann sich das auch sparen, der Film war kacke und zieht nur runter.

Dann gab es nochmal so kleine Tische für Schischas, praktisch wurde durchgehend geraucht. Eine Bar gab es zwar, aber es gab gar keine einzelnen Drinks zu kaufen, es wurde immer Flaschenweise bestellt. Und eine Flasche begann so bei umgerechnet ca. 300 Euro für irgendwas Jim Beam mäßiges und ging dann hoch bis über 10.000 Euro für die Dom Perignon Magnum Flaschen.

Um die Tische rum standen dann jeweils pro Gruppe so 4-5 “Diener”. Einer hat nur die Schischas betreut, damit da auch nie eine ausging, ein anderer hat irgendwie nur aufgepasst, dass andere Leute nicht zu nahe kommen und immer wenn man sein leeres Glas nur für eine Sekunde auf den Tisch gestellt hat, hat sofort einer eine neue Mische gemacht.

Wenn dann mal eine Flasche leer war, konnte man direkt neu bestellen und dann ging durch den ganzen Club eine Horde von Halbnakten Frauen mit Wunderkerzen, Feuerwerk und ganz viel Action durch den ganzen Club und hat feierlich die Flasche überreicht. Umso teurer die Flasche, umso mehr Feuerwerk und nackte Frauen 😀

Joa ich war eh schon maßlos betrunken, aber naja … ging dann irgendwie doch weiter 😀 Neben uns war so ein Tisch mit Chinesen, die einfach mal 10 oder mehr Flaschen Dompi schon leer hatten …. unser Tisch hat sich auf Whiskey und Vodka eingeschossen… die Flaschen waren mit um die 2.000 Euro etwas günstiger 😉

Und mal ganz ehrlich, auch wenn es natürlich ein geiler Abend war und ich maßlos betrunken war, erschien mir das so ziemlich als das dümmste und dekadenteste was man so machen kann.

Du gehst mit einer Gruppe von Leuten die du schon kennst in einen Club, wo du tausende von Euros ausgibst, weder mit anderen Leuten ins Gespräch kommst, noch mit deinen eigenen, weil die Musik einfach mal viel zu laut war … trinkst Alkohol, ok dagegen ist natürlich nichts zu sagen, aber du weißt das der einfach mal das hundertfache kostet, obwohls der gleiche mittelmäßige Fusel ist, so richtig tanzen geht auch nicht, weil zwischen den Tischen halt nur begrenzt Platz war.

Die ganze Erfahrung war so eine Mischung aus Faszination weil die ganze Situation echt verrückt war, da gabs Frauen die wie eine wandelnde Schaufensterpuppe aussahen, alles so Fake, von den gemachten Titten bis zum total weiß gepuderten Gesicht und da saßen reiche Typen rum die 4 Stunden am Handy irgendein Rennspiel gespielt haben, während sie ihren 10.000 Euro Champus schlürften… aber irgendwie war da auch ein Gefühl von fast schon Ekel über diese Verschwendung und Dekadenz.

Ich bin auch jemand, der gerne Geld ausgibt, und der 18 jährige MACALLAN kostet auch mehr als der Wocheinkauf einer vierköpfigen Familie, auch so Autos, Technik und Uhren, da hab ich so ein paar Dinge, wo ich sicher viel mehr Geld ausgebe als es die meisten anderen tun würden, aber trotzdem muss für mich der Wert einer Sache irgendwie noch erkennbar sein. Mein überteuertes Auto hat dann wenigstens 200 PS mehr, ob das jetzt sinnvoll ist, auch angesichts der aktuellen Gesetzesänderungen beim Bußgeldkatalog sei mal dahingestellt, die Rolex oder so ist nicht nur handwerklich ein Meisterwerk, sondern auch eine Wertanlage … aber so bei bestimmten Sachen, das finde ich einfach nur noch dumm.

Auf YouTube tragen viele Leute gerade so bestimmte Markenklamotten, die nicht nur total hässlich sind, sondern da zahlt man auch noch für einen Pullover mal 800 Euro und ein dummes T-Shirt 300 Euro … das ist für mich ein Zeichen, dafür, dass jemand total den Bezug zur Realität verloren hat, wenn dann der hässliche 800 Euro Pullover mit so einem Kommentar wie och, das geht aber vom Preis her, in den Warenkorb gepackt wird.

Solche Preise sind einfach nur noch absurd und für so einen Abend so viel Geld auszugeben war definitiv auch krank. Unsere Rechnung am Ende des Abends lag dann so bei ca. 25.000 Euro …

Naja jedenfalls nicht meine Welt habe ich mal wieder gemerkt, ähnliche Erfahrungen hatte ich ja auch schonmal in den Börsen/Traderkreisen gemacht, wo Leute einfach mal so verschwenderisch mit dem Geld umgegangen sind, dass es einfach nur noch ekelhaft war…

Für mich hat Geld da irgendwie noch einen ganz anderen Stellenwert, in erster Linie ist es für mich Mittel zur Freiheit, die für mich das wichtigste ist.

Ich kenne noch die Zeiten, wo ich gar kein Geld hatte und habe das nie vergessen, wo ich da herkomme. Ich weiß auch z.B. noch, wie ich mal bei einer Freundin am Mittagstisch bei ihren Großeltern saß und diese wegen einer Werkstattrechnung, weil das Auto den Tüv nicht geschafft hat, in Tränen ausgebrochen sind und ihnen das tagelang Sorgen gemacht hat… es ging um 500 Euro und hat ihnen wochenlang schlaflose Nächte bereitet, weil sie auf das Auto für Arztbesuche und so angewiesen waren….

Mir ist letzte Woche ein betrunkener Geisterfahrer frontal in mein überteuertes Auto gefahren und ich bin ausgestiegen, war zum Glück nichts passiert, und es war mir irgendwie egal. Ich kann morgen zu Sixt oder so gehen und hab einen Ersatzwagen und ja die Reparatur war jetzt 5-stellig und der andere Typ hatte 2.31 Promille, sprach kein deutsch und hatte ein Auto das nicht ihm gehörte, also ob ich das Geld jemals wiedersehe, weiß ich auch nicht. Aber ich konnte mir einen Anwalt nehmen und der kümmert sich jetzt um alles.

Finanzielle Freiheit ist für mich nicht, dass man sich jeden Mist kaufen kann oder 10.000 Euro Champus beim Tindern trinken kann, sondern einfach sich über Geld keine Gedanken mehr machen muss und einen nicht ständig die Sorge plagt, wie man denn jetzt dieses oder jenes bezahlen kann.

Genau dafür mache ich diese Online-Business Sachen und genau deshalb gibt es meine Webseite oder die Bücher und jetzt auch die neue Online-Business Akademie, um mehr Menschen dieses Freiheit zu ermöglichen. Das man sich über Geld keine Sorgen mehr machen muss.

Weil ich weiß wie es ist, wenn man jeden Tag irgendwelche Rechnungen, Mahnungen im Kopf hat oder sich nicht mal was zu Essen kaufen kann, war das auch mein größter Antrieb, dass ich und die Leute, die mir wichtig sind, dieses Gefühl so nie wieder haben müssen.

Naja, außerdem kann man mit Geld die Welt auch ein Stück besser machen und bevor ich so viel Geld versaufe, kann man es lieber spenden und denen helfen, die es wirklich brauchen. Das machen ja aber zum Glück auch viele der Leute die es sich leisten können 🙂

Nagut, bin bisschen vom Thema abgekommen, das liegt am Don Papa Masskara ( https://amzn.to/2Z471Gk ) , den es heute gibt, definitiv der beste Rum, den ich je getrunken hab 😀

Beim Club-Abend war ich, joa, also gemischte Gefühle, aber zum Glück gab es auch so riesige Luftballons mit Lachgas 😀 Da kam dann wieder diese Schlange von halbnackten Frauen und hat dann so 10 Luftballons an einen Tisch gebracht, die so 2-3 mal so groß waren wie “normale” Luftballons. Was genau da drin war weiß ich gar nicht, aber die Wirkung war faszinierend 😀

Man hat die eingeatmet und dann so 5-10 Sekunden später setzt die Wirkung richtig massiv ein und für so 30-60 Sekunden hatte ich so ein totales befreites Hochgefühl und einen Lachflash. War schon ziemlich geil und hab das auch n paar mal den Abend gemacht … am nächsten Tag hat man mir dann gesagt, dass das Zeug voll dumm macht 😀

Joa irgendwann gings dann nach dem Abend irgendwann ab nach Hause und wir haben da im District 2 von Ho-Chi-Minh-Stadt gewohnt das ist so der ruhigere Luxusbezirk. Ein Freund der da wohnt hatte uns eingeladen und das muss man sich so vorstellen wie so einen Riesenhochhaus mit 50 Stockwerken und davon gabs ganz viele. Gegenüber von uns war der Landmark 81 zu sehen, das ist mit 461m das höchste Gebäude da und unser Appartement befand sich im 46. Stock und das war verdammt hoch.

Jedes dieser Hochhäuser war praktisch eine abgeschlossene Welt, unten Security, Supermarkt, Frisör, Starbucks, Restaurants, dann gab es Etagen für den Pool oder den Fitnessraum und der Rest war voll mit Appartments der für lokale Verhältnisse reichen Leute die da wohnten und sich so völlig vom Rest der Welt abgrenzen konnten. Für Leute die eh viel drin sitzen wie mich, natürlich perfekt. Die ersten Tage habe ich das Haus kaum verlassen, weil irgendwie alles da war.

Einen Abend war ich dann mit einem anderen Freund aus Deutschland was Essen und so und das war dann wieder eine ganz andere Welt. Wir waren im Disctrict 1 und da ist so Rotlichtviertel, Backpacker, Streetfood und ganz viel Trubel auf der Straße. Joa irgendwie mehr meine Welt das Ganze da und das Essen war fantastisch.

Ich war da in einem Nudelsuppenladen… also eigentlich war das ne Mischung aus Garage, Frisör und Küche … es gab auch nur ein Essen und das war Pho, das ist die vietnamesische Nudelsuppe.

Die Tische waren winzig und wir saßen praktisch in dieser Garage neben irgendwelchen zu reparierenden Rollern und eine ältere Frau kochte die Nudelsuppe. Aber das Essen war absolut großartig hier ich würde sogar sagen mit das beste was ich bisher gegessen habe.

Preislich ungefähr ein bis 2 € pro Mahlzeit. Für mich natürlich sehr sehr schwierig mit den Stäbchen zu essen. Aber wenn ich unterwegs bin, versuche ich mich ja auch immer so ein bisschen an die Kultur anzupassen und das heißt dann maßlos viel Chili essen und Stäbchen …

Und dann sitze ich da wie ein Riese im Zwergenladen, Bild findet ihr auch auf Instagram und bin schon ganz nervös, weil alle im Laden diesen weißen Riesen angucken … ich nehme so diese Stäbchen in die Hand und als es mir dann nach etlichen Versuchen endlich gelungen war ein paar Nudeln zu greifen und in den Mund zu stecken versuchte ich diese ein zu schlürfen.

Weil ich so hungrig war machte ich das natürlich viel zu energisch und schwungvoll haute ich mir die Nudeln mit der chilisoße ins Auge. so sah sich dort also weinend hungrig in dieser Garage auf diesen Mini Tischen, die Leute lachten und ich hungerte immer noch…

Naja aber es war trotzdem ein großartiges Essen und mit jedem Tag wurde ich geübter in dem Stäbchen Essen :D.

Oh mann… die vietnamesische Hochzeit war auch mega spannend und meine Reise nach Norwegen danach auch, und sowieso ist das ganze ein Wahnsinns Abenteuer gewesen … aber das Bier ist leer und ich mache für heute erstmal Schluss hier.

War schon ganz schön lang das Reisethema, aber da wir im Augenblick ja eh alle nicht rauskönnnen, ist das vielleicht etwas, auf das wir uns freuen können.

Ich habe durch diese Reise auf jeden Fall wieder gelernt, dass die Welt ein viel freundlicherer und besserer Ort ist als uns die Medien mit ihrer ganzen Panikmache erzählen. Es gibt überall freundliche hilfsbereite Menschen, die im Prinzip genauso sind wie du und ich. Mal bisschen heller, mal bisschen dunkler, manchmal mit einer verrückten Sprache oder 4 Köpfe kleiner, aber im Grunde sind wir doch alle Menschen und haben die gleichen Ängste, Sorgen, Nöte, Hoffnungen, Freuden und Wünsche und die allermeisten Menschen sind auf ihre Art und Weise wunderbar.

Ich freue mich jedenfalls darauf, irgendwann die nächsten fernen Länder und Kontinente zu erkunden, im Augenblick sind ein paar Monate Südamerika geplant und dann geht es irgendwann mal in die Antarktis oder ich schaffe endlich mal Island, was schon so lange auf meiner Liste steht.

Reisen und allgemein Erlebnisse sind auf jeden Fall eine der besten Möglichkeiten, sein Geld auszugeben. Wenn der doofe Markenpulli längst ausgeblichen ist und die anerkennenden Blicke von Leuten die euch eh nichts bedeuten längst vergessen sind, dann bleiben die schönen Erinnerungen an all diese Erlebnisse… und während ich das hier jetzt für aufnehme sitze ich hier am Meer und bin glücklich, dankbar und zufrieden, weil ich das alles erleben durfte.

So und weil die Sendung nu schon viel zu lange ist und ihr vermutlich alle schon eingeschlafen seid, mache ich die ganzen Business Themen in der nächsten Folge.

Also bis Bald ihr lieben Leute da draußen, schlaft gut, an alle die mich zum einschlafen hören und wenn ihr euch für das ganze Thema Online-Business und Geld verdienen interessiert, guckt einfach mal auf meiner Seite vorbei, thomasdahlmann.com tragt euch da in den Newsletter ein und dann kriegt ihr da paar Fallstudien und Beispiele zugeschickt wie das alles funktioniert und bald gibt es dann auch endlich das neue Buch Online-Business für Einsteiger.

Ursprünglich sollte das Buch im Januar fertig sein, aber das finale Datum dieses Meisterwerks ist jetzt der 07.07.2020.

Für jeden Tag den ich die Deadline nicht einhalte spende ich 1.000 Euro für die Umwelt oder so 😀 Ich hoffe das wird nicht ganz so teuer 😉

In dem Sinne schreibe ich jetzt schnell weiter…

Bis bald.

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