Wunderliche Weltklugheit #13 – Daytrading, Daytradingkurs, Kleine Schritte, Merch by Amazon

Moin.

Diese Woche war nicht viel Zeit zum Philosophieren. Ich habe mal wieder ein bisschen aufgeräumt und reduziere meinen Besitz weiter.

Also gibt es nur ein Zitat von Ajahn Chah:

Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.

Große Ziele – Kleine Schritte

In der letzten Folge hatte ich ja schonmal kurz über Mikrohandlungen gesprochen, um erfolgreich etwas zu beginnen. Ich werde in dieser neuen Sektion ein paar kleine Schritte festhalten, die jeder von euch sofort umsetzen kann, die langfristig aber einen großen Unterschied machen.

Der erste kleine Schritt für heute:

Hör auf damit, andere von dir/deinem Angebot zu überzeugen.

Wenn du ein Produkt hast oder etwas tust, gibt es Leute, die sich dafür interessieren und andere denen es egal ist.

Ich hatte diese Woche ein Coaching mit jemandem, der in einer Woche 5-stellig verdient hat. Hunderte Online-Produkte erfolgreich verkauft, aber er ärgerte sich über einen einzigen Kunden der, seiner Meinung nach völlig zu Unrecht, sich ausführlich in einer 4.000 Wörter umfassenden Email beschwerte, ohne das Produkt überhaupt gekauft zu haben!

Er investierte mehrere Stunden in diesen einen „Kunden“. Schrieb zurück, nannte nochmal die Vorteile seines Produktes, diskutierte und versuchte, diesen um jeden Preis zu überzeugen. Von der nervlichen Belastung mal abgesehen, ist dies einfach eine enorme Zeitverschwendung. Die ganze Woche empfand er als negativ und übersah dabei völlig, dass er hunderte andere zufriedene Kunden hatte.

Dazu mal 3 Tipps von mir, wie du das hoffentlich leichter umsetzen kannst:

Tipp 1: Wenn du ein Angebot hast, dann konzentriere deine Marketing Energie auf die Leute, die daran Interesse haben. Versuche nicht, andere zu überzeugen.

Alles andere ist viel zu viel Aufwand und ineffektiv.
Ganz wichtig ist auch, dass es nicht persönlich ist. Ich würde dir auch keinen Veganen-Diät-Kochkurs abkaufen, egal wie toll der ist, weil ich ganz einfach nicht die Zielgruppe bin und selbst wenn ich ihn kaufe und du Zutaten wie Rucola, Petersilie oder Rosenkohl drin hast, bähh… Hat nichts mit dir zu tun, aber nein ;)!

Tipp 2: Nimm es nicht persönlich. Geschmäcker und Bedürfnisse sind verschieden.

Der letzte wichtige Aspekt, das gute alte Ego 😉 Manche fühlen sich persönlich angegriffen, wenn jemand ihr Angebot kritisiert. Hier das gleiche wie oben, ist in der Regel nicht persönlich.

Tipp 3: Versuche, dass Ego an dieser Stelle zu vermeiden. Ist (meist) nicht persönlich.

Zum Abschluss noch: Wenn niemand Interesse hat, dann erstelle ein neues Angebot 😉

Und damit kommen wir diesmal direkt zum geschäftlichen Teil 😉

Zunächst mal das Geschäftsmodell der Woche:

Leo De Watts hatte eine brillante Idee. Er verkauft Luft in Gläsern an reiche Chinesen 😉 Die Luft könnt ihr unter anderem hier kaufen: https://www.aethaer.com/shop/Yorkshire sogar nach unterschiedlichen Regionen Englands aufgeteilt 😉

Warum kaufen die Chinesen das? Es gibt Studien wie z.B. recht aktuell hier die belegen, dass Luftverschmutzung uns dümmer macht. Eine andere spannende Zahl die ich noch dazu gelesen habe, war unter anderem, das 95% der Weltbevölkerung unter verschmutzter Luft lebt.
Hier auf meiner kleinen Ostseeinsel habe ich natürlich auch feinste Luft im Angebot, und überlege, diese ggf. demnächst ebenfalls zu verkaufen 😀

Dann zum Podcast und der Wunderlichen Weltklugheit:

Es gab es einige Meldungen von Lesern, dass sie keine Emails mehr erhalten. Das lag daran, dass ich wirklich nur noch auf das Podcast Format gesetzt habe bzw. die Artikel im Blog hatte. Aber, ich werde das jetzt wieder ändern und zusätzlich die Inhalte mit einigen Zusatzinfos auch als Email verschicken. Einige Inhalte bleiben weiter ausschließlich in der Email-Version der Kolumne.

Jetzt aber wirklich Business:

Es war es diese Woche mal wieder so weit. Ein neues 7-Tage-Business ist fertig 😉 Manchmal wenn ich etwas unbedingt fertig haben will, ziehe ich mich vollständig zurück. Kaum soziale Kontakte, keine Emails beantworten und absoluter Fokus auf genau diese eine Sache. Klingt extrem und ist vor allem für alle doof, mit denen ich zusammen arbeite oder lebe, weil sie nichts von mir hören 😉

Aber hat für mich den Vorteil, dass ich im Kopf nicht den „Kontext“ wechseln muss. Keine Überlegungen, keine Ablenkungen und auch keine Zweifel. Kopf aus und Handeln.

Das Fokus-Thema diese Woche war Daytrading.

Was ist Daytrading?

Für die die noch gar nicht wissen, was Daytrading ist, hier eine kurze stark vereinfachte Zusammenfassung.

Daytrading ist der kurzfristige Handel mit Finanzprodukten wie Aktien, CFDs oder Währungen. Das älteste Prinzip der Welt, günstig kaufen, teurer verkaufen. Das Ganze erfolgt an den Börsen dieser Welt und ist in der Praxis aber nicht anders als modernes Online-Shopping und kann deshalb ortsunabhängig von überall auf der Welt ausgeführt werden.

Die Idee dahinter ist es, von den Kursschwankungen an der Börse zu profitieren und auf diese Weise skalierbar online Geld zu verdienen. Skalierbar deshalb, weil der Aufwand eine Aktie zu kaufen genauso hoch ist, wie der Aufwand 10.000 Aktien zu kaufen. Beim Daytrading tauscht man also nicht mehr seine Zeit gegen Geld.

Der Einsteig ist scheinbar sehr einfach, innerhalb weniger Minuten kann man ein Handelskonto eröffnen und sofort anfangen. Scheinbar jedoch deshalb, weil es, um wirklich profitabel zu sein, sehr viel Disziplin und einer guten Strategie bedarf. Wer die nicht hat, betreibt Glücksspiel und verliert sehr wahrscheinlich langfristig. Das ist auch die aktuelle Wahrheit, dass die meisten Trader Geld verlieren. Daytrading ist kein Weg zu schnellem Reichtum und alles andere als einfach.

Daytrading hat zwei Besonderheiten gegenüber dem normalen Aktienhandel.

Hebelprodukte

Beim Daytrading werden sogenannte Hebelprodukte (z.B. CFDs) gehandelt, bei denen man nur einen Teil des Betrages einzahlt, den man handelt. Praktisch gesehen kann man also eine Aktie die 100 Euro kostet für 5 Euro kaufen und trotzdem den vollen Gewinn machen, wie jemand der die Aktie für 100 Euro gekauft hat. Diese 5 Euro werden Sicherheitsleistung oder Margin genannt und weil man sein Kapitaleinsatz vervielfachen kann, spricht man auch von einem Hebel. Dieser liegt, wie im Beispiel der 100 Euro Aktie für 5 Euro, meist bei mindestens 20.

Der Haken an der Sache? Ihr habt auch dasselbe Risiko, wie jemand der die Aktie für 100 Euro gekauft hat. Wenn die Aktie um 5% fällt, ist euer Geld zu 100% weg. Deshalb sind Hebelprodukte immer in den höchsten Risikoklassen der Banken eingestuft.

Dieser Hebel eures Kapitaleinsatzes ist die eine Besonderheit und die zweite ist, das ihr Short gehen könnt.

Von steigenden und fallenden Aktienkursen profitieren

Also ihr könnt auch von fallenden Aktienkursen profitieren. Das ist einer der Gründe, warum einige nach Finanzkrisen noch viel reicher als vorher sind, während alle anderen alles verlieren.

Das ganze Geld und Aktien usw. ist eh alles nur virtuell. Ein paar Zahlen auf einem Computer.

Man kann sich jetzt z.B. eine Aktie bei der Bank leihen und diese verkaufen. Wenn der Wert der Aktie gefallen ist, kauft man sie wirklich und begleicht seine Schulden, indem man die Aktie bei dem zurückgibt, wo man sie geliehen hat.
Ich leihe mir also bei der Bank eine Aktie, die aktuell 100 Euro kostet. Dann verkaufe ich diese für 100 Euro. Jetzt habe ich eine Aktie Schulden und 100 Euro. Dann fällt der Kurs der Aktie auf 50 Euro, war vielleicht ein Autohersteller, der gerade beim Schummeln erwischt wurde. Dann also kaufe ich die Aktie für 50 Euro und gebe sie der Bank zurück, wo ich sie mir ja nur geliehen habe. Diese Differenz von 50 Euro aus Verkaufspreis und Ankaufpreis sind mein Gewinn.

Ok aber genug zu dem Thema, wer sich dafür interessiert, kann sich mal mein Buch auf Amazon zu dem Thema ansehen oder im Kurs vorbeischauen. Denn genau dieser Kurs ist die eigentliche Neuigkeit meiner Online-Business Reise diese Woche.

3. Daytrading Online-Kurs für Einsteiger auf Udemy veröffentlicht

Schon sehr lange stand ja auf meiner Liste, einen Udemy Kurs zu machen und die Plattform mal zu testen. Der Vorteil solcher etablierten Marktplätze ist ja, dass bereits eine Reichweite vorhanden ist und gerade Neueinsteiger so ohne Marketing kosten schnell und einfach eine Idee testen können.

Innerhalb von 7 Tagen habe ich jetzt also meinen ersten Kurs zum Thema Daytrading dort erstellt. Insgesamt sind über 3 Stunden Video Material und 100 Folien + diverse Live Videos in der Handelsplattform entstanden.

Mit der gesamten Plattform und dem Prozess bin ich soweit sehr zufrieden gewesen. Kannte das ja bereits als „Student“, da ich dort schon einige Programmierkurse absolviert habe. Aber auch als Dozent ist der gesamte Prozess sehr gut durchdacht und schnell und einfach auszuführen.

Nach der Anmeldung wird man komplett durch alle Schritte geführt, erhält viele wertvolle Tipps und Ratschläge zu den einzelnen Schritten wie Videoaufnahmen, Mikrofoneinstellungen und was sonst noch so anliegt.

Die Videos habe ich mit Camtasia als Powerpoint Präsentation aufgezeichnet und zusätzlich die Handelssoftware als Video gezeigt. Mich selbst zeige ich vor der Kamera nicht, da ich hier keinen Mehrwert sehe. Mein Aufnahme-Setup ist das Gleiche wie bei meinen Hörbuchern, das ihr hier findet.

Gemäß meines 7-Tage Prinzips, habe ich auch nicht alle Inhalte schon fertig. Der Kurs ist soweit vollständig, dass er ein abgerundetes Gesamtkonzept bildet und Einsteiger sinnvoll an das Thema heranführt. Aber ich warte jetzt erst Teilnehmer Feedback ab und ergänze dann weiter Videos bzw. investiere erst mehr Zeit, wenn ich sehe, dass es sich lohnt und vor allem auch den Teilnehmern einen entsprechenden Mehrwert bietet.

Also ich halte euch auf dem Laufenden und wer sich für das Thema Daytrading interessiert, kann sich den Kurs mal ansehen.

Zu den Zahlen bisher: Am ersten Tag waren es jetzt 40 Teilnehmer ca. im Kurs die aber nur über meine eigene Reichweite kamen. In der Email-Ausgabe gibt es dann noch ein paar mehr Details.

Was im Online-Business passiert

Die wichtigste Neuerung war der Daytrading Kurs. Weil ich mich so sehr fokussiert habe, ist gar nicht viel mehr passiert. Meine Mitarbeiter konnten erfolgreich einige neue Inhalte fertig stellen, aber ich hatte noch gar keine Zeit das alles durchzugehen.

Prozesse dokumentiert

Ich habe diese Woche begonnen alle meine Prozesse, wie diese Podcast Veröffentlichung z.B. zu dokumentieren. Erstmal nur ganz einfach in Google Docs aber langfristig will ich mit Asana da alle Aufgaben abbilden und so sehen, wo ich noch mehr sinnvoll abgeben kann.

Coaching

Hier erarbeite ich gerade ein eigenes System und versuche dafür, ein Softwarekonzept zu erstellen, dass dieses System unterstützt. Bisher alles nur ein paar Gedanken, aber ich brauche da noch eine gute Lösung und habe irgendwie bisher nicht das Passende gefunden. Grade mit der wachsenden Anzahl der Anfragen, will ich mich da besser organisieren.

Amazon FBA

Ich verhandel immer noch mit dem Lieferanten, aber der Preis ist schon über 30% gefallen für mein Wunschprodukt 😉

Merch by Amazon

Ein spannendes Thema tut sich hier auf. Nach ca. 4 Tagen Wartezeit wurde mein Merch by Amazon Account freigeschaltet und wenn ich jetzt hier nicht die Kolumne  für euch machen würde, wäre ich auch schon energisch dabei hier ein paar Designs für Tshirts zu erstellen.

Die Idee dahinter ist, das man Tshirt Designs bei Amazon hochladen kann und diese wie beim Selfpublishing im Print on Demand verfahren gedruckt werden. Ich habe auf jeden Fall Lust auf das Thema und trage dann auch selbst bald nur noch meine eigenen Klamotten 🙂

Ich hatte ja letzte Woche kurz schon erwähnt, dass ich mich da angemeldet habe und diese Woche habe ich mir auch schon die ersten Designs so weit überlegt. Ich werde auf eine ganz spezielle Nische gehen, in der ich über persönliche Kontakte auch schon eine gewisse Reichweite habe.

Die Designs mache ich mit dem kostenlosen Grafikprogramm GIMP selbst. Sind auch eher einfache Designs.

Ich freue mich jedenfalls darauf, endlich mal wieder was Neues zu machen 😀

7-Tage-Business Kurs

Das Thema habe ich diese Woche durch den Fokus leider etwas vernachlässigt, aber geht jetzt energisch weiter und ich werde jetzt hier ebenfalls mehr Videos einbauen und vor allem einige Themen weiter ausbauen. Außerdem steht endlich das Marketing an und die Active Campaign Salesfunnel.

Aktuell tragen sich ohne Werbung ca. 2-3 Leute am Tag in das Webinar ein. Hier plane ich, ein Retargeting auf Facebook einzusetzen und ggf. persönlich auch mit den Zuschauern mehr Kontakt aufzunehmen und erstmal mehr Feedback zu sammeln. Irgendwie schreckt mich Facebook mit ihrer ganzen Datensammelwut aber auch ab, deshalb habe ich da bisher noch keinen endgültigen Entschluss.

Selfpublishing

Amazon führt CreateSpace und KDP zusammen. Ich hatte bisher noch die meisten meiner Printbücher auf CreateSpace, da dort die Auszahlungen schneller kommen und ich so etwas mehr „Diversifikation“ im Online-Business hatte, wenn es mal Probleme mit einem Account gibt.

In einem offiziellen Statement von Amazon dazu wurde aber auch empfohlen, mehrere KDP Konten zu erstellen, wenn das steuerlich notwendig ist. Von daher werde ich auch mein Selfpublishing wohl auf mehrere Firmen aufteilen. Bisher war das meines Wissens nach offiziell verboten.

Man braucht da auch aktiv gar nichts zu machen, Amazon regelt das hoffentlich 😉 Details dazu auch nochmal zu den Unterschieden gibt es hier.

Der wunderliche Tipp der Woche

Ich habe auf Netflix die Serie Somebody Feed Phil gefunden. Auf meinen bevorstehenden Thailand Aufenthalt bereit ich mich aktuell mit ein paar Dokus vor und in der ersten Folge ging es gleich um Bankog/Thailand. Ich finde, dass ich nach der Folge zum ersten mal richtig Lust auf Thailand bekommen habe 😀 vielleicht ist Essen einfach ein viel besserer Trigger für mich als nur blaue Strände 😉 Also seht es euch mal an, tolle Leute, tolles Essen 🙂

Ein weiterer Tipp, den ich selbst gerade versuche umzusetzen. Ich versuche, einen Überblick über meine Finanzen zu erhalten, Einnahmen, Ausgaben und dort so etwas wie eine Planung reinzubekommen. Ich teste dazu gerade Wiso Mein Geld Professional. Ich hatte für meine Selbständigkeit damals mit Wiso Mein Büro angefangen und fand das großartig, vor allem weil ich auch kein Fan davon bin, alle Daten in die Cloud zu packen.

Bisher bin ich mit dem Programm und den Auswertungen soweit zufrieden, jetzt muss ich nur noch die verschiedenen Einkommen richtig kategorisieren usw. Sobald ich da einen Plan und Überblick habe, gibt es mehr dazu.

Schluss

Ich hab Hunger. Irgendwie könnte dieser Satz immer mein Schlusswort sein 😉

Bis bald.

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