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Social Media: Gedanken, Strategien, Plattformen, Trends, Tools [2019] 

Moin.

Social Media ist nicht nur sozial und manchmal sogar schlecht für dich aber gut, um dein Online-Business zu starten und um z.B. dein digitales Infoprodukt zu vermarkten.

Das wirst heute lesen (hoffe ich doch für dich … wenn du kein Bock hast auf lesen, gibt es auch ein paar Bilder 😉 )

  • warum Social Media schlecht für dich privat sein kann
  • wie du es trotzdem gut für dich nutzt
  • welche Social-Media-Strategien sinnvoll sind für dein Online-Business
  • was aktuelle Studien zum Thema Marketing auf Facebook und Co. herausgefunden haben
  • Warum “virale Inhalte” völlig überbewertet sind und was stattdessen wichtig ist
  • welche Social-Media-Plattformen aktuell wichtig sind
  • warum Social Media eine großartige Chance darstellt, wenn du ein Business starten willst.
  • Warum Likes egal sind
  • naja und was mir noch so einfällt, wird spannend, also bleib dran

Ich bin kein großer Freund von „Social-Media“ keine Ahnung ob es daran liegt das ich Facebook und co. nicht mag oder Menschen nicht mag aber heute liegt der Fokus auf Online-Business, Social-Media Marketing und einer Social-Media-Strategie und wie ich das aktuell angehe. Fürs Business ist Social-Media gut.

Hinweis: Eine wichtige Frage vorweg: Muss man Social-Media machen? 

Antwort: Nein. Suchmaschinenoptimierung in Verbindung mit E-Mail-Marketing z.B. ist eine für viele Inhalte bessere Strategie für dein Online-Business. Also wenn du da gar keine Lust drauf hast, dann lass es. Aber trotzdem ist es verschenktes Potential und gerade am Anfang geht es wesentlich schneller so Feedback für dein neues Projekt zu bekommen und die ersten Kunden. 

Die negativen Effekte von Social-Media

Ein wenig Aufklärungsarbeit vorweg, bevor du dich in die Social Media Welt stürzt 😉  Ich fasse mich auch kurz 😉

Facebook Kühlschrank

 

Studie Nr. 1 zeigt, dass die Testpersonen sich besser gefühlt haben, ohne Social Media bzw. wenn sie ihre Zeit drastisch reduzierten auf maximal 10 Minuten pro Tag pro Plattform.

Social Media bewirkte in mehreren Studien genau das Gegenteil von dem, was es eigentlich tun sollte. Die Teilnehmer fühlten sich einsamer und schlechter. Die Angst etwas zu verpassen stieg an und Facebook und Co. können sogar zu leichten Depressionen fühlen.

Wir sehen auf diesen Plattformen immer nur die besten Ausschnitte aus den Leben anderer, wir vergleichen das mit unserem Leben an einem “ganz normalen” Tag und fühlen uns doof. 

Wenn wir dann mal 2 Wochen im Jahr auch was cooles machen, zeigen wir das eventuell auch allen, und sind im Teufelskreis aus Likes, Herzchen, Aufmerksamkeitssuche gefangen.

Das kann soweit führen, dass du schöne Momente erlebst oder an schönen Orten bist, aber dein Kopf sich nur noch um die Follower und Likes dreht. Schön zu sehen auf Konzerten, wo Leute anstatt die Musik zu genießen, stundenlang ihr Handy hochhalten.

Andere Studien zeigten, dass beispielsweise Frauen die mit anderen Frauen interagierten die sie als attraktiver empfanden, sich danach schlechter über sich selbst fühlten.

Studien zeigen auch, dass jegliche Form von vergleichen mit anderen Menschen dazu führt, dass wir uns schlechter fühlen. Interessanterweise auch wenn wir uns nach “unten” vergleichen, also mit Menschen denen es offensichtlich weniger gut geht.

social media macht unzufrieden und unglücklich

Also wenn du das ganze Social-Media-Zeug machst, pass auf dich auf, das es dich nicht zu sehr einnimmt, ich zeige dir deshalb auch nachher, wie du alles automatisieren kannst 🙂

Vorher noch paar Tipps:

  • Du musst also nicht ganz auf Social Media verzichten, sondern nur reduzieren! (Empfehlung: 10-15 Minuten pro Tag pro Plattform maximal)
  • Hör auf den ganzen Instagram Sternchen zu folgen die außer ihrem Aussehen nichts zu bieten haben, lies lieber ein Buch
  • Nutze Social-Media für Kontakt mit echten Menschen, zum verabreden oder Kontakt halten über große Entfernung
  • Nutze Social-Media für dein Business

Social Media Definition

Bevor es weitergeht, eine kurze Definition, damit das hier den Hauch einer wissenschaftlichen Ausarbeitung hat:

Social Media (dt. Soziale Medien) sind Webseiten oder Apps auf denen du dich mit anderen Nutzern vernetzen kannst und Inhalte tauschen kannst.

Das wars schon mit der Wissenschaft.

Welche Social Media Plattformen und Social Media Kanäle sind 2019 wichtig?

Folgende Plattformen halte ich aktuell für wichtig.

Facebook

Immer noch die mit Abstand größte Plattform mit 2.32 Millarden monatlich aktiven Benutzern (Q4 2018), kommst du kaum drum rum. Du kannst Texte, Bilder und Videos teilen, Live auf Sendung gehen, dich an Gruppendiskussionen beteiligen und Werbeanzeigen kaufen und sehr gezielt Leute darüber ansprechen.

Die Strategie ist es, ein persönliches Profil oder eine Business-Seite zu haben, dort Inhalte zu posten und organisch bzw. bezahlt Reichweite aufzubauen.

Hinweis: Facebook Insights veröffentlicht jede Menge interessanter Zahlen die für dich auch außerhalb von FB interessant sind.

Noch ein Hinweis: Suchmaschinen Traffic übersteigt Facebook bei weitem und ja die Nutzerzahlen sinken. Alleine 2018 gab es über 10% weniger Traffic auf Facebook der überwiegend zu Instagram und Pinterest gewandert ist. Aber trotzdem ist Facebook immer noch mit großem Abstand die Nummer 1.

Hier kommst du zu einem kostenlosen Webinar, dass dir ausführlich erklärt, wie du auf Facebook erfolgreiches Marketing machen kannst. Hat mir sehr geholfen insbesondere was das Thema Werbung auf Facebook angeht. Sehr empfehlenswert.

Zum Facebook Webinar von Jakob. 

Instagram

Du kannst Bilder tauschen, Kommentare schreiben, Videos auf deinem Instagram TV hochladen und Storys erstellen, die andere Nutzer 24h lang sehen können. Die Inhalte sind wesentlich schlechter strukturiert aber wirken oftmals auch persönlicher. Instagram gehört mittlerweile zu Facebook, wächst extrem schnell noch, hat monatlich seit 2018 über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer und solltest du dir auch mal ansehen.

Du kannst dir hier mal meinen Instagram Account ansehen, aktuell knapp 3.000 Follower und ich bin nicht mehr so aktiv. Aber die Grundidee ist einfach ich poste ab und zu Bilder, oder wenn ich eine neue Podcast-Folge veröffentlicht habe und habe in meinem Profil einen Link zu meiner Webseite. Ein bisschen Traffic kommt da auch immer zusammen, selbst jetzt noch, wo ich nicht mehr aktiv bin.

Wenn du Instagram ernsthaft angehen willst, gibt es hier 18 verschiedene Strategien vom Instagram Experten Calvin Hollywood … der Name alleine schon ist episch 😀

Twitter

Du kannst 140 Zeichen lange Textbotschaften mit anderen teilen, private Nachrichten verschicken und Leuten folgen. Einfaches Prinzip. Twitter war es auch, die Hashtags, die mittlerweile auf nahezu allen Social-Media-Plattformen angeboten werden, etabliert hat. Ein Hashtag ist z.B. #onlinebusiness und unter diesem Begriff findest du dann alle möglichen Beiträge zum Thema Online-Business. Mit fast 400 Millionen monatlich aktiven Nutzern die eine sehr hohe Interaktionsrate haben, je nach Themenbereich eine Interessante Plattform.

Ich selbst nutze Twitter nicht bzw. bin dort auch nie aktiv gewesen. Aber für bestimmte Themen oder Kontakt zu bestimmten Leuten ist es eine gute Sache. Da die Nachrichten sehr kurz sein müssen, ist es gut geeignet um Links zu posten und während Facebok z.B. versucht immer mehr Inhalte auf der eigenen Plattform zu haben, ist es auf Twitter normal Links zu posten und die Leute klicken auch.

LinkedIn

Ähnlich wie Facebook, nur für Businessinhalte. Inhalte teilen, sich mit anderen vernetzen. Viele Anzugträger und alles ein bisschen “ernsthafter” als auf Facebook. Kannst du dir mal ansehen, für mich ist es bei den meisten Themen nicht interessant. Ein Thema das sich dort aber sehr gut z.B. verkaufen lässt sind höherpreisige Dienstleistungen für Selbständige oder wenn du als Coach unterwegs bist. Für mein Buchmentoring beispielsweise, bietet es sich an auf LinkedIn nach Kunden zu suchen und auch meine Dienstleistungen verkaufe ich hauptsächlich darüber.

YouTube

YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und wächst immer weiter. YouTube ist kein klassisches Soziales Netzwerk, aber eine großartige Möglichkeit Reichweite für deine Inhalte zu erzeugen. Es bietet auch die grundlegende Social-Media Funktionen wie Folgen, Inhalte teilen etc. Der große Vorteil von YouTube ist, das du viel schneller für bestimmte Themen gefunden werden kannst als z.B. in klassischen Suchmaschinen wie Google.

Du kannst mit Hilfe von Tools wie TubeBuddy nach bestimmten Schlüsselwörtern recherchieren und so in kurzer Zeit eine Reichweite aufbauen. Das geht übrigens auch ohne das du selbst vor die Kamera treten musst. Ich selbst habe einige Accounts, auf denen ich nur Screencasts zeige, also auf dem Bildschirm z.B. zeige, wie man eine WordPress Seite in nur 3 Minuten installiert oder mit Affiliate-Marketing erstes Geld verdient.

Wenn du mehr zum Thema Geld verdienen mit YouTube erfahren willst, kannst du dir mal diesen Kurs ansehen der eine recht interessante Strategie zeigt, wie man auch ohne eigene Videos mit YouTube Geld verdienen kann.

Pinterest

Pinterest ist eigentlich mehr eine Bildersuchmaschine als ein soziales Netzwerk und ist eine der am stärksten wachsenden Social-Media-Plattformen. Die Grundidee ist, dass du sogenannte Pins erstellst, also Bilder zu einem bestimmten Thema und diese verlinken dann auf deine Webseite. So kannst du gut Besucher auf deine Webseite ziehen. Auf meinem Account habe ich aktuell knapp 100.000 Betrachter im Monat mit sehr wenig Aufwand. Den Account und wie ich das mache findest du hier: Zu meinem Pinterest Account.  Da Pinterest noch nicht so weit verbreitet ist, solltest du dir das auf jeden Fall jetzt mal ansehen.

Hier kommst du zu einem kostenlosen Einführungswebinar mit aktueller Fallstudie zum Thema Pinterest-Marketing. 

Sonstige

Es gibt noch Snapchat, Xing, diverse Open-Source Projekte, etc aber ich denke die werden sich aktuell alle nicht mehr lange halten können. Manchmal geht das schnell wie bei Snapchat, die massive Einbrüche hatten als Instagram die Storys eingeführt hat, oder wie bei Tumblr, die 30% ihrer Nutzer verloren haben, als die Porno-Inhalte gesperrt haben. Andere wie Xing sterben eher langsam aus, wie StudiVZ damals. Im Social-Media Bereich werden sich immer nur einige wenige große durchsetzen können, weil nur das sie attraktiv macht, wenn die Freunde auch da sind.

Wie verdienen Soziale Netzwerke ihr Geld?

Bevor wir zum Business kommen musst du eine ganz wichtige Sache verstehen: Wie soziale Netzwerke ihr Geld verdienen.

du bist das produkt

Immer wenn du für etwas nichts zahlst, bist du das Produkt. 

Das ist etwas was du dir für fast alle Webseiten merken kannst. Egal ob soziale Netzwerke, Pornoseiten oder auch diese Seite hier (ich verkaufe hier z.B. ein paar tolle Bücher oder tolle Online-Kurse die garantiert dein Leben verändern werden, wenn du etwas davon umsetzt).

Das Prinzip ist immer das gleiche. Soziale Netzwerke sammeln so viele Daten wie möglich über dich, Alter, Geschlecht, Interessen etc. um dir möglichst zielgerichtet Werbung ausspielen zu können.

Wenn du deinen Beziehungsstatus auf verlobt setzt, siehst du Werbung für Hochzeitsartikel, wenn du deinen Beziehungsstatus auf kompliziert setzt, siehst du eher Werbung für Tinder und andere Flirtseiten und wenn du ihn auf Single setzt kommt vielleicht Werbung für Sexspielzeug auf Amazon 😉 (Was es da alles gibt… ) . Einfaches Prinzip.

Wer ein Business hat, kann diese Werbung und Reichweite dann einkaufen und sehr gezielt potentielle Kunden ansprechen.

Facebook erhält dafür Geld vom Werbenden. Der Werbende erhält Geld von dem Käufer/Dir. Du erhältst mehr oder weniger Tolle Produkte. Also eigentlich gar kein so schlechtes Prinzip. Sollte dir nur bewusst sein, weil du das natürlich auch für dich nutzen kannst.

Social-Media Strategie im Online-Business und Online-Marketing – Was wirklich zählt

Social Media bietet aktuell eine absolut großartige Chance extrem zielgerichtet für wenig Geld potentielle Interessenten anzusprechen. 

Historisch gesehen ist das einmalig. Früher musstest du TV-Werbung oder Radio-Werbung kaufen und hast völlig wahllos Menschen für sehr viel Geld angesprochen, oder auch nicht angesprochen, weil die grad auf Klo sind oder sich Chips holen.

Heute kannst du für weniger als 100 Euro deine Werbeanzeige an eine ganze Kleinstadt extrem zielgerichtet ausspielen oder alle Leute, die sich genau für dein Thema interessieren.

Viele Einsteiger im Online-Business nutzen diese Chance noch gar nicht oder falsch, aber dazu später mehr.

Meine aktuelle Empfehlung ist, Nutze diese Chance. Nutze Social-Media im gesunden Rahmen für dein Business. 

Hinweis: Es ist immer besser, Interaktionen oder eigene Reichweite aufzubauen die unabhängig von Social-Media-Plattformen ist.

Mach Suchmaschinenoptimierung oder ganz wichtig, E-Mail-Marketing. In 5 Monaten konnte ich mit diesem Blog über 10.000 Besucher im Monat aufbauen, völlig passiv, die immer wieder jeden Monat kommen, auch wenn ich nichts neues Poste. In Social-Media-Kanälen bist du immer von der Plattform abhängig, von deren Algorithmen, es gibt unzählige andere Ablenkungen und vor allem du musst ständig am Ball bleiben. Während mein Artikel in der Suchmaschine vielleicht noch in 2 Jahren gefunden wird, ist dein Post in der Timeline schnell vergessen. Ich zeige dir später in der Social-Media-Strategie aber auch, wie du das ändern kannst.

Aufmerksamkeit und Interaktionen

Nicht die Likes/Followerzahl einer Seite zählen, sondern die Aufmerksamkeit und Interaktionen.

Das ist die interessante Währung. Interaktionen und Beziehungen zwischen Menschen.

Hinweis: Auch schon zu sehen in der Entscheidung von Instagram, die Likes komplett zu entfernen.

Studien haben gezeigt das die bloße Reichweite das Kaufverhalten gar nicht beeinflussten. Also nur weil jemand die Facebook Seite geliked hat, bedeutet das gar nichts. Aber eine Interaktion führte dazu, das in der Beispielstudie mit über 14.000 Kunden im Schnitt 22$ Pro Kunde mehr ausgegeben wurde!

Die gleiche Studie zeigte auch, das Inhalte die von Nutzern erstellt wurden, die Käufe mehr beeinflussten, als Inhalte die von der Firma selbst/Marketingleuten erstellt wurden.

Also wenn du Social-Media-Marketing für dein Business nutzen willst achte auf folgende Sachen:

  • Informative Inhalte die zwischen Benutzern ausgetauscht werden, z.B. eine Facebook-Gruppe zum Thema Online-Business wo sich die Nutzer untereinander austauschen können.
  • Direkte Interaktion mit den Leuten. Im Idealfall natürlich positiv. Schreib was Nettes, hilf anderen, teile wertvolle Informationen.
  • Aktive Interaktionen sind wichtig: Kommentieren, Teilen, Reaktionen. Also stell Fragen, beantworte Kommentare etc. Nimm dir die Zeit oder ignoriere Social Media einfach 😉

Vergiss “virale” Inhalte

Oftmals liest man die Empfehlung produziere Inhalte die die Leute teilen, produziere Inhalte die viral gehen, tausende Anleitungen zeigen dir, wie du virale Inhalte erstellst.

Kann mich nicht erinnern, dass Viren uns schonmal irgendwie gut taten? Ich verbinde viral eher mit Krankheit.

Studien haben gezeigt, es einerseits zu großem Teil dem Zufall unterliegt, was viral wird und was nicht. Außerdem wurden die Inhalte die viral wurden, meist durch ein entsprechendes Budget gepusht.

Aber im Prinzip ist das auch egal weil: Eine große Reichweite alleine bringt dir nicht viel! Wenn du dich nur darauf konzentrierst, dass möglichst viele Leute dein Zeug sehen, dann mag das ab und zu mal gelingen, aber im Business wirst du damit wenig Erfolg haben.

Warum? Es gibt im Online-Marketing die Regel, das es 7-13 Kundenkontakte benötigt, bevor du etwas verkaufst.

Hinweis: Ich habe dazu mal recherchiert und keine Studien gefunden, die das belegt, wieder ein schönes Beispiel, wo jeder vom anderen abschreibt ohne nachzudenken. 

Heutzutage ist der Kunde im Kaufprozess manchmal auch viel weiter, wenn ich in den Media-Markt heute gehen würde, um mir einen Laptop zu kaufen, weiß ich zu 90% mehr als die Verkäufer da. Trifft sicher nicht auf alle zu, Ist nur ein Beispiel, aber worauf ich hinaus will ist, abhängig vom Kunden und Produkt, sind die Interessenten viel informierter. Manchmal braucht es nur 1-2 Kontakte, weil nur der Preis geklärt werden muss oder die Farbe. Manchmal auch mehr. Solche pauschalen Regeln helfen dir wenig. 

Aber worauf ich hinaus will: Viral bringt dir nichts, wenn du danach vergessen wirst.

Das was wirklich zählt sind nicht Inhalte die wert sind geteilt zu werden, sondern Inhalte die es wert sind, das jemand wiederkommt.

Dazu zähle ich eigene Gedanken, Erfahrungen, Studien, Innovatives Zeug, Persönliche Sachen, etc.

Und jetzt kommt noch ein Gedanke dazu: Mit jedem langweiligen Inhalt den du postest, verlierst du Besucher und Reichweite. Du verlierst die wiederkehrenden Besucher, die viel wichtiger sind, als die einmalige Aufmerksamkeit.

Also zum Mitnehmen: Konzentriere dich darauf, Inhalte zu erstellen für die man wiederkommt, die so gut sind, das ich auch den zweiten Teil lesen will. 

Konzentriere dich Anfangs auf einen Kanal

Such dir einen Social-Media-Kanal der für dich und deine Zielgruppe gut funktioniert und konzentriere dich auf den.

Mit kostenlosen Tools wie Blog2Social oder Buffer (zeig ich dir später) ist es leicht möglich auch mehrere Kanäle zu verwalten.

Letztendlich ist es aber so, dass Interaktionen zählen und die kosten Zeit. Es bringt dir nichts jetzt 5 Kanäle gleichzeitig zu betreuen, kannst du machen ja, aber die Zeit ist an anderen Stellen im Business besser investiert.

Mach einen Kanal richtig und sehr gut, nutz die anderen automatisiert mit (Du willst ja auch kein Potential verschenken) und baue dann langfristig weiter aus, wenn du mehr Ressourcen hast und z.B. jemanden damit beauftragen kannst, dein Social-Media zu übernehmen.

Qualität vs. Quantität

Auch wenn hier viele etwas anderes sagen, solltest du auf Qualität setzen. Oft liest man die Empfehlung, mindestens 5 Mal am Tag beispielsweise auf Facebook zu posten. Studien haben gezeigt, dass das die höchste Sichtbarkeit erzeugt. Aber, basierend auf der Annahme, dass Interaktionen zählen, solltest du deine Inhalte lieber hochwertig erstellen und Interaktionen auslösen. Egal ob einmal die Woche oder einmal im Monat. Wenn dieser eine Post dann 100 Interaktionen hat, wirst du damit mehr erreichen, als 5 Posts am Tag die alle nur kurz angesehen werden.

Analysiere deine Ergebnisse und setze das in deiner Social-Media-Strategie um

Viele Posten mal hier und mal da, gucken was passiert, aber haben keinen wirklichen Plan.

Ist bei mir auch oft so, aber, und das gilt für alle Marketing-Maßnahmen:

Wenn du das Ergebnis für dich nicht messen kannst, ist es verschwendete Zeit und meist auch verlorenes Geld!

Deshalb ganz wichtiger Hinweis:

Implementiere eine Strategie, um die Ergebnisse deiner Social-Media-Aktivitäten zu messen!

Ich habe das konkret mit Instagram für mich gemacht. Ende 2018 war ich in Thailand unterwegs, hab gedacht, guter Zeitpunkt um Influencer zu werden und wurde bisschen auf Instagram aktiv. Ungefähr 3-4 Monate habe ich das gemacht, ca. 3.000 Follower aufgebaut und fast täglich Inhalte gepostet. Bilder, ab und zu Stories und auch Podcastfolgen von mir oder ähnliches.

Das war relativ zeit- und nervenraubend. Also wollte ich prüfen, ob es überhaupt was bringt (naja außer fürs Ego ;)).

Hinweis: Hier kannst du meine Strategie herunterladen, wie ich die 3.000 Follower aufgebaut habe. Auf einem zweiten Account konnte ich damit über 10.000 Follower in 3 Monaten gewinnen.

Im Instagram Profil war ein linktr.ee Link platziert zu meinen Produkten und meiner Seite. Die Interaktionsrate bei guten Posts lag bei 10-20% organisch. Pro Woche gab es ca. 300 Profilaufrufe wenn ich sehr aktiv war. Verkaufte Produkte: maximal 1 pro Monat. In Google Analytics konnte ich messen, woher mein Traffic kommt und wie viele wirklich über Instagram kommen.

Zeitaufwand, den ich mit Toggle messe, ca. 20h/Monat. Effektiver Stundenlohn lag im Cent Bereich. Also doofe Idee für mich und meine damalige Strategie. Heute kenne ich bessere Strategien und bin da effektiver, aber damals habe ich dann das einzig richtige getan und mit Instagram erstmal aufgehört.

Wichtig für dich ist, dass du solche Entscheidungen anhand von Zahlen Treffen kannst.

Deine konkrete Social-Media-Strategie

Jetzt mal noch ein paar konkrete Schritte, wie du jetzt anfangen solltest:

social media strategie

  • Erstelle die Social-Media-Profile auf den wichtigsten Plattformen: Facebook, Instagram, Pinterest, YouTube, (Twitter / LinkedIn)
  • setze jeweils Backlinks auf deine Seite im Profil
  • folge den wichtigsten Leuten in deinem Bereich und analysiere deren Inhalte und was gut funktioniert
  • Poste 2-3 Inhalte und miss die Reaktionen
  • Schalte ggf. Werbung (Werbung auf Facebook, Werbung auf Pinterest, Instagram Geld verdienen Strategie )
  • Interagiere mit deiner Zielgruppe durch Kommentare, Gruppen, etc

Aktuelle Social-Media-Trends- und Strategien für dein Business

Mal ein paar konkrete Ideen dazu, was du aktuell im Bereich Social-Media machen solltest.

Verwende Stories

Auf Facebook und Instagram alleine sind es über 1 Milliarde Accounts die regelmäßig Storys verwenden. Die organische Reichweite ist gut, die Interaktionsrate auch und wenn du es richtig angehst, wirken Storys viel persönlicher. Einfach mal Smartphone-Cam an und deinen Followern bisschen was erzählen. Keine große Sache oder aufwendig produzierte Videos. Das kann jeder sofort beginnen.

Menschen kaufen von Menschen. Also zeig dich auch als Mensch.

Verwende Messenger Apps

WhatsApp, Telegram, Facebook Messenger, Signal und co. sind aktuell eine der spannendsten Möglichkeiten, Kontakt zu deinen Followern aufzunehmen. Studien haben gezeigt, dass derzeit nur 25% der großen Marken überhaupt diese Kanäle nutzen. Aber auf der anderen Seite, wird Social-Media immer “privater”. Man schreibt mit Freunden oder tauscht sich in Gruppen aus.

Also guter Tipp für dein Business, biete die Kontaktmöglichkeit per Messenger an. Welcher der richtige ist, hängt von deiner Zielgruppe ab aber mit WhatsApp und Facebook machst du sicher nichts falsch.

Influencer Marketing

Ist nicht ganz neu, aber spielt eine wichtige Rolle. Wenn du ein gutes Produkt hast, ist es oftmals mühselig parallel dazu auch noch die ganze Reichweite aufzubauen.

Also warum nicht die bestehende Reichweite anderer nutzen? Biete eine Win-Win-Situation an, z.B. über Affiliate-Marketing oder kauf dir die Reichweite ein.

Dabei solltest du gar nicht unbedingt auf die größten Influencer setzen. Studien haben gezeigt, dass gerade kleine “Microinfluencer” viel näher an ihrer Zielgruppe sind und oftmals viel bessere Kaufraten erzielen. Also selbst ein kleiner Kanal mit 500-1000 Followern die wirklich loyal sind, kann dich schon sehr weit bringen.

Die besten Tools für die Umsetzung deiner Social-Media-Strategie

Social Media Tools

Hier mal eine kleine Liste mit Tools die ich aktuell nutze oder empfehlen kann. Alle sind kostenlos oder auch für Einsteiger bezahlbar und relativ einfach zu bedienen. Damit kannst du dein Social-Media komplett automatisieren, wenn du das willst.

canva.com

Canva.com ist ein browserbasiertes Grafikprogramm und die kostenlose Version ist völlig ausreichend. Du kannst dort grafische Vorlagen für alle möglichen Social-Media-Plattformen erstellen und direkt herunterladen. Die größen werden automatisch angepasst und was auch toll ist, du kannst andere Teammitglieder zur Bearbeitung einladen. Geniale Sache und nutze ich für alle meine Social-Media-Accounts mittlerweile.

https://www.canva.com/

Later.com

Geniales einfaches Tool mit dem ich meine kompletten Instagram Accounts automatisiere. Du kannst per Drag and Drop einfach Bilder hochladen und auf dem Kalender verteilen, wann diese jeweils gepostet werden sollen. Du kannst den Text vorher eintragen und die entsprechenden Hastags. Auf Wunsch lassen sich auch Ort und Personen markieren.

Macht das ganze Instagram Thema auf jeden Fall wesentlich entspannter und die kostenlose Version reicht aus, um 30 Posts im voraus zu planen.

Damit kostet mich der Aufbau eines Instagram Kanals nur 1-2 Stunden pro Woche. Großer Vorteil von later.com ist, dass es automatisch auch postet, wenn du einen Instagram Business Account hast. Die meisten anderen Tools können das leider nicht.

https://later.com/

Blog2Social

Blog2Social ist ein geniales WordPress-Plugin mit dem du automatisch deine Inhalte auf alle möglichen Social-Media-Kanäle teilen kannst. Gibt es in einer kostenlosen Version und spart extrem viel Zeit.

https://www.blog2social.com/de/

Buffer

Mit Buffer kannst du alle deine Posts auf diversen Social-Media-Kanälen automatisch in einer einfachen Kalenderübersicht planen. Sehr einsteigerfreundlich, kostenlose Version verfügbar und spart eine Menge Zeit. Nutze ich für einige Seiten und bin bisher sehr zufrieden.

https://buffer.com/

Hootsuite

Hat praktisch die gleichen Funktionen wie Buffer. Du kannst deine Posts im Kalender planen, sehr cool ist auch die Möglichkeit das du die Chats von allen Plattformen auf einer Plattform hast. Du kannst Kommentare beantworten etc. Sehr umfangreich, aber war mir immer zu kompliziert / umständlich. Aber wer professioneller in dem Bereich unterwegs sein will, kann sich Hootsuite mal ansehen

https://hootsuite.com/de/

Shareaholic

Shareaholic ist ein WordPress-Plugin das diese schwebenden Buttons zum teilen der Inhalte bereitstellt und einiges mehr. Du kannst auch ähnliche Inhalte anzeigen, erhältst Statistiken über deine Social-Media-Reichweite, du kannst auch Inhalte erst freischalten, wenn der Nutzer die Inhalte geteilt hat. Spannend ist auch die Möglichkeit automatisch Affiliate-Links einzufügen oder Links zu kürzen. Also gute Sache und kann man sich ruhig mal ansehen.

https://www.shareaholic.com/

MeetEdgar

Teste ich auch gerade erst. Praktisch ein Tool, mit dem du dein komplettes Social-Media automatisieren kannst. Du kannst also im Kalender alle Posts auf Instagram, Facebook, Twitter und Linked in planen aber du kannst auch Evergreen Inhalte bestimmen, die dann voll automatisiert immer mal wieder gepostet werden. So kannst du alte Inhalte wiederbeleben. Sehr praktisches Tool, dass einige der oben genannten langfristig ersetzen kann.

https://meetedgar.com/

Fazit zum Social-Media im Online-Business

Social-Media kann viel Zeit klauen, aber auch für einen schnellen Einstieg in das Thema Online-Business sorgen.

Ich empfehle dir die grundlegenden Sachen zu machen, die wichtigsten Accounts zu erstellen und die Inhalte automatisiert dort zu posten.

Für die Kundeninteraktionen solltest du dich mit einem Kanal intensiver befassen und auf jeden Fall die Kanäle für gekaufte Werbung nutzen.

Ist auf jeden Fall eine großartige Chance und da Aufmerksamkeit begrenzt ist, aber die Konkurrenz und Inhalte ständig wachsen, solltest du die Chance lieber jetzt nutzen als später.

Häufige Fragen

Wenn du Fragen hast, stehen hier vielleicht irgendwann die Antworten 😉