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Der Sales-Funnel: Vom unbekannten Webseitenbesucher zum zahlenden Kunden

Sales-Funnel bedeutet übersetzt so viel wie Verkaufstrichter. Eine große Anzahl von Besuchern kommt oben rein und ein paar Käufer unten raus. Ohne den richtigen Sales-Funnel ist das beste Produkt nutzlos. 

Letztendlich geht es im Online-Business ja immer darum, dass du etwas verkaufst. Viele verlieben sich in Produktdetails, das Erstellen von Webseiten oder allen anderen Nebentätigkeiten. 

Aber Geld verdienst du immer nur, wenn du auch verkaufst!

Wenn du bereits eine Webseite/ein Online-Business hast, hast du immer auch bereits einen Sales-Funnel. Auch wenn der nur aus einem einfachen Blogartikel besteht. Das mag je nach Produkt auch bereits mehr oder weniger funktionieren. 

Ich zeige dir jetzt, wie du für verschiedene Produkte Verkaufsprozess aufsetzt, die funktionieren und erkläre dir die wichtigste Theorie dahinter, damit du dein Angebot erfolgreich verkaufst. 

Der Sales-Funnel ist ein Prozess, bei dem ein anonymer Besucher deiner Webseite, der dich und dein Angebot bisher noch nicht kennt, zum zahlenden Kunden wird.  

Die AIDA-Formel: Von der Aufmerksamkeit zur Handlung

Die AIDA Formel

Das ganze Thema verkaufen ist nicht neu. Bereits 1898 hat Elias St. Elmo Lewis die bis heute oft zitierte AIDA-Formel entwickelt, wie du erfolgreich verkaufst. 

  • Aufmerksamkeit (Attention)
  • Interesse (Interest)
  • Wunsch (Desire)
  • Handlung (Action)

Diese vier Phasen durchläuft jeder Käufer. Er sieht sieht deine Webseite oder dein YouTube-Video und du hast erstmal seine Aufmerksamkeit, dann ist er interessiert, informiert sich weiter und erhält Mehrwert von dir. Du hast sein Interesse. Daraus entsteht bei einigen der Wunsch, noch mehr zu erfahren und diesen Leuten bietest du eine Handlungsmöglichkeit an z.B. kauf mein Produkt. 

Man spricht hier in der Online-Marketing Welt auch oft von kaltem Traffic (kennt dich nicht), warmen Traffic (hat Interesse, kennt dich) und heißem Traffic (klare Kaufabsicht oder bereits Käufer).

Das ist etwas, was viele Einsteiger online falsch machen. Viele versuchen sofort zu verkaufen, aber das funktioniert nur selten. 

Tipp: Hole den Kunden immer da ab, wo er gerade steht. Sowohl im Verkaufsprozess, als auch in den persönlichen Bedürfnissen. 

Stell dir das Thema ein wenig wie flirten vor. Du kannst auf Tinder 100 Leute anschreiben und sofort nach Sex fragen oder das berüchtige Penisbild verschicken. Aber das wird nur selten funktionieren, da es unterschiedliche Phasen der Intimität gibt und du versuchst direkt zur letzten zu kommen. 

Ein besserer Sales-Funnel wäre:

Aufmerksamkeit: Du beginnst mit einem Hallo, einer einfachen Begrüßung und vielleicht ein oder zwei Fragen für den Gesprächseinstieg. 

Interesse: Du führst Smalltalk und vertiefst das Gespräch mit tiefergehenden Fragen. Du zeigst dem Gegenüber auch deine Aufmerksamkeit. Du flirtest, hast ein paar Dates, ihr lacht zusammen, lernt euch kennen, spielt zusammen, du zeigst Vertrauen und lädst sie vielleicht zum Essen oder Filmabend ein. 

Wunsch: Du erzeugst den Wunsch, mehr Zeit mit dir zu verbringen, dich besser kennen zu lernen und auch nach Intimität (Sex). 

HandlungDas was jetzt folgt ist ein ganz natürlicher Prozess und sollte sich nicht nach Verkaufen anfühlen, wenn du die vorherigen Schritte richtig machst. All deine vorherigen Schritte führen einfach zur nächsten Handlung, was auch immer das ist. 

Jetzt gibt es einige Faktoren, die so einen Flirt natürlich vereinfachen. Wenn du der/die absolute Traummann/Traumfrau bist, wird es dir sicher einfacher fallen. 

Wenn ihr beiden grad auf einer einsamen Insel gestrandet seid und die Auswahl etwas beschränkt ist, wirst du es auch leichter haben. 

Wenn dein gegenüber total verzweifelt ist auch. 

Das sind Umstände, die du mit der Auswahl der richtigen Geschäftsidee, Nische und der Erstellung eines guten Angebots beeinflussen kannst.  

Auf die Onlinewelt übertragen, wenn du ein Megaprodukt hast das alle haben wollen oder ein Produkt, dass genau das Problem eines verzweifelten Menschen grad löst, wirst du es einfacher haben. 

Also: Umso schwieriger die Umstände sind, umso aufwendiger wird dein Sales-Funnel meist auch sein. Ein einfaches 5-Euro Produkt kannst du meist auch direkt Verkaufen. Das ist nichts anderes, als nach einem kleinen Gefallen zu fragen. Der Verkauf eines hochpreisigen Coachings oder Online-Kurses erfordert viel mehr Vertrauen, Berührungspunkte, etc. in deinem Verkaufsprozess. 

Wie dieser Prozess online aussehen kann, zeige ich dir in den nachfolgenden Beispielen. 

Der Hürdenlauf zum erfolgreichen Verkauf

Verkauf Huerdenlauf

Verkaufen als Ziel ist klar. Aber auf dem Weg zum zahlenden Kunden, hat der Sales-Funnel die Aufgabe, einige Hürden zu überwinden. Welche das sind und wie du sie überwindest, zeige ich dir jetzt. 

Bis zum Sex gibt es ja auch diverse Hürden, von der nervigen Bgleitung, Schüchternheit, Nüchternheit, über den Heimweg bis hin zu den Klamotten 😉 Also dein Sales-Funnel soll die verschiedensten Hürden, warum jemand nicht kauft, überwinden.

Aufmerksamkeit

Dies ist das häufigste Problem. Wenn niemand dein Angebot sieht, kannst du auch nichts verkaufen. Sie dir dazu den Bereich Online-Marketing an. 

Den Mehrwert erklären

Dein Sales-Funnel muss den Mehrwert deines Angebotes klar erklären. Wenn der Kunde nicht versteht, warum er bei dir kaufen soll und was dein Angebot mit ihm macht, kauft er auch nicht. 

Hol den Kunden also da ab, wo er gerade steht und zeige ihm, wo du ihn mit deinem Angebot hinbringst. 

“Du bist in deinem Job gefangen, hast zu wenig Geld und fühlst dich fremdbestimmt?” Mit meiner 7-Schritte-Anleitung zum eigenen digitalen Produkt, kannst du dein Geld online verdienen, mehr Zeit haben und arbeitest selbstbestimmt an Themen, die dich interessieren. 

Vertrauen aufbauen

Oma sagt immer, dass Internet ist voll von Betrügern, pass bloß auf. Das Misstrauen ist oftmals auch berechtigt. Selbst auf scheinbar seriösen Webseiten findet sich mittlerweile Fremdwerbung zu dubiosen Kryptowährungsangeboten oder irgendwelchen komischen Werbeprogrammen. 

Vertrauen baust du auf indem du:

  • Mehrwert im voraus lieferst
  • selbst vertraust
  • Zuverlässigkeit
  • Sei persönlich erreichbar. Heutzutage kannst du leicht alle Möglichen Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung stellen
  • Erfahrungen vorweisen kannst
  • Kundenstimmen (Testemonials)
  • Garantien (Geld-zurück-Garantie, etc.)
  • Interesse am Kunden, stell Fragen
  • sei ehrlich, versprich nichts, was du nicht halten kannst
  • bau eine (emotionale) Beziehung auf
  • positioniere dich als Experte
  • sei menschlich. Menschen kaufen von Menschen. Also zeig dich und versteck dich nicht.
  • Objektivität
  • Gib dem Kunden das Gefühl von Sicherheit. Verschlüsselte Seite, Geld-zurück-Garantie, vertrauenswürdige Bezahlmethoden etc. 

Sympathie

Menschen kaufen von Menschen die sie mögen. Ich kaufe nicht bei Arschlöchern ein 😉 Das ist eines der Erfolgsgeheimisse der Tupper-Partys oder von MLM-Netzwerken. 

Dort werden die Produkte von Freunden, Verwandten oder Familienangehörigen empfohlen. Versuch also im Salesfunnel sympathisch zu sein, damit es den Leuten nicht allzuschwer fällt dich zu mögen 😉

Die Preishürde

Einer der häufigsten Gründe, warum jemand online nicht kauft, ist der Preis. Entweder ist der zu hoch oder zu niedrig oder woanders besser. Kein einfaches Thema. Hier findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema Preisfindung

Wichtig ist: Wenn dein Angebot den richtigen Mehrwert liefert, einzigartig ist, du die richtige Zielgruppe ansprichst und ein konkretes Problem löst, ist der Preis oft zweitrangig. 

Ablenkung

Das Internet ist voll von Ablenkungen. Dein Kunde sitzt nicht da und wartet, dass du ihm dein Zeug zeigst. Er guckt Netflix, isst paar Chips und scrollt nebenbei auf Facebook und da taucht deine Werbung auf. Dann kommt die Katze vorbei und klaut die Chips … schon ist dein Angebot unwichtig. 

Ein guter Verkaufsprozess arbeitet also mit Methoden, um solche Kunden wieder abzuholen. Z.B. durch Retargeting/Remarketing. 

Das kennst du sicher schon. Du suchst auf Amazon nach einem Staubsauger und plötzlich siehst du überall auf Facebook und co. Staubsauger Werbung. Richtig nervig wenn ihr zu zweit wohnt und du dann ständig irgendwelche Schuhe und Frauenunterwäsche angezeigt bekommst … naja zumindestens Schuhe sind langweilig 😉

Ein zweiter wichtiger Punkt zum Thema Ablenkung ist die eigene Seite. Häufig bieten Einsteiger zu viele Optionen, Menüpunkte, Banner, Sidebars, etc. schon auf der eigenen Seite an. Auf Angebotsseiten solltest du das alles dringend vermeiden. Eine Option. Auch die so oft eingesetzten Facebook/Instagram/YouTube links können sich negativ auf deine Verkäufe auswirken. Damit schickst du die Leute auf die ganzen Social-Media-Plattformen, die die größten Zeitfresser überhaupt sind. 

Zu viele Optionen

Studien zeigen, dass zu viele Optionen dazu führen, dass der Kunde gar nichts kauft. Deshalb ist es ganz wichtig, dass du entweder möglichst wenig Optionen/Handlungsaufrufe anbietest, im Idealfall immer nur einen gleichzeitig und dass du die Benutzer ganz klar durch deinen gesamten Prozess führst und Schritt für Schritt begleitest. 

Kundenservice

Sei erreichbar für deine Kunden. Beantworte ihre Fragen, sowohl vor als auch nach dem Kauf. Gehe auch proaktiv auf Kunden und potentielle Interessenten zu und biete ihnen Unterstützung an. 

Du kannst ein identisches Produkt haben, aber wenn du z.B. den besseren Support bietest, wirst du am Markt wesentlich bessere Chancen haben!

Komplexität / Benutzerfreundlichkeit

So ein kompletter Verkaufsprozess kann manchmal aus 10 oder auch 100 Schritten bestehen. Für deinen Kunden muss es aber immer extrem einfach sein

Er muss jederzeit wissen, was er jetzt tun kann und die Handlung muss möglichst einfach sein. 

Ich erkläre immer alles Schritt für Schritt. Klick hier auf den Button, Trag dich da ein, bestätige deine Email, etc. 

Aber wenn du einen Online-Shop z.B. hast, erlaube auch eine Gast-Bestellung ohne Account. Brauchst du wirklich eine Telefonnummer für den Checkout? 

Zum Thema Benutzerfreundlichkeit gehört aber auch, dass der Kunde beispielsweise mit seiner bevorzugten Bezahlmethode zahlen kann. Sowas alles kann die Kaufraten deutlich reduzieren, wenn du hier nicht aufpasst. 

Verschiedene Arten von Sales-Funneln

Ich stelle dir jetzt kurz die wichtigsten Arten von Sales-Funneln vor, die du für deinen Verkauf verwenden kannst. Du kannst diese auch kombinieren und für dich anpassen. 

Der direkte Verkauf

direkter verkauf salesfunnel

Der direkte Verkauf ist, zumindest in der Umsetzung, der einfachste. Du erstellst eine Verkaufsseite (Landing-Page) und platzierst dort einen Verkaufen-Button, der einfach zum Zahlungsanbieter führt.

Der Kunde bezahlt und erhält sein Produkt als Download.

In der Umsetzung sicher die einfachste Variante in der Praxis aber nicht immer ganz so einfach, weil es nur noch selten funktioniert und bei höherpreisigen Produkten kaum noch. Denk hier wieder an den Vergleich mit dem flirten. Wenn du sehr attraktiv bist oder billig, dann mag das manchmal klappen, aber die Chancen sind doch eher schlecht.

Für sehr günstige Infoprodukte, also Preisklasse unter 50 Euro, manchmal auch nur 5-10 Euro, funktioniert das ganze, je nachdem wie gut dein Produkt und deine Verkaufsseite ist.

Ich verwende den direkten Verkauf nur für sehr günstige Produkte bis 25 Euro. Das funktioniert sehr gut, reicht um die Werbekosten zu decken und den eigentlichen Profit mache ich dann später durch ein teureres Produkt. Den sogenannten Upsell. 

Eine solche direkte Verkaufsseite von mir als Beispiel findest du auf tradingplan.org. Da ich in diesem Beispiel die Inhalte wie oben gezeigt ganz gut recherchiert habe ist die Seite für die Schlüsselwörter wie “Tradingplan” auch in der Suchmaschine immer weit oben zu finden.

Der Webinar-Funnel

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Der Webinar-Funnel war lange Zeit sehr beliebt und funktioniert immer noch sehr gut. Ein Webinar ist eine Art Live-Vortrag, den du entweder wirklich Live hältst oder aber einmalig aufzeichnest und dann zu festen Terminen immer wieder anbietest. 

Hinweis: Mach keine reinen Verkaufswebinare ohne Mehrwert! Sowas ist extrem nervig.

Die Interessenten können sich dann auf deiner Webseite zu dem Termin eintragen und dann an deinem Webinar teilnehmen. Dazu gibt es spezielle Plattformen. Für Live-Webinare kannst du Zoom nutzen, und für die aufgezeichneten Varianten die voll automatisiert sind empfehle ich Webinaris

Meist wird ergänzend zum Webinar eine Reihe von Emails automatisiert verschickt. Ich verschicke z.B. die Terminbestätigung, eine Erinnerung, die Möglichkeite einen neuen Termin zu buchen oder nochmal das Angebot am Ende des Webinars.

Der Vorteil ist, du erhältst die E-Mail-Adresse und ein Video oder Live-Webinar wirkt wesentlich persönlicher und überzeugender in den meisten Fällen im Vergleich zu einer reinen Verkaufsseite. Die meisten Besucher die sich dafür eintragen reservieren sich auch Extra Zeit, so dass es etwas ernsthafter ist. 

In dem Webinar lieferst du Mehrwert zu deinem Thema und stellst am Ende dein Produkt vor, dass du verkaufen möchtest. Du kannst auch im Anschluss mit dem E-Mail-Funnel arbeiten und verschiedene weitere Emails mit relevanten Inhalten und Produktinformationen versenden. 

Aktuell habe ich selbst einige solcher Webinare und kenne auch die Verkaufsprozesse anderer und die erreichen teilweise 15-30 % der Webinarzuschauer, die am Ende das jeweilige Produkt kaufen. 

Hier findest du ein Beispielwebinar von mir von früher, mittlerweile habe ich ein paar bessere, aber das sollte dir das Prinzip verdeutlichen und du lernst viel 🙂 

https://thomasdahlmann.com/online-business/#7_Schritte_zum_erfolgreichen_Start_deines_eigenen_Online-Business

Je nach Feedback passe ich das in unregelmäßigen Abständen dann auch immer mal wieder an. 

Der E-Mail-Funnel

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Der E-Mail-Funnel sieht meist so aus, dass du auf der Webseite gegen einen  Mehrwert (Lead-Magnet genannt) die E-Mail-Adresse abfragst und dann eine Reihe von E-Mails automatisiert versendest in denen du Mehrwert lieferst und dein Produkt vorstellst. Lässt sich mit Anbietern wie Convertkit oder Klicktipp einfach umsetzen und kann sehr effektiv sein. 

Achte darauf in den E-Mails nicht nur zu verkaufen, sondern unbedingt wieder weiter Mehrwert zu liefern. Gib immer zuerst bevor du irgendwas nimmst. 

Du findest wichtige Hinweise zum Thema E-Mail-Marketing hier: 

https://thomasdahlmann.com/e-mail-marketing/

Mit den aktuellen Gesetzesänderungen zum Datenschutz (Stichwort: DSGVO) gibt es jedoch das sogenannte Kopplungsverbot. Also du darfst die E-Mail theoretisch nur abfragen, wenn du sie wirklich benötigst und musst auch eine Alternative ohne E-Mail zur Verfügung stellen. Das ist rechtlich alles noch recht unklar und bis es da Entscheidungen gibt, orientiere dich  am Besten an anderen Seiten, wie diese das umsetzen. 

Im E-Mail-Funnel empfiehlt es sich z.B. einen kostenlosen E-Mail-Kurs anzubieten zu einem spezifischen Teilproblem, welches inhaltlich wieder vor deinem eigentlichen Produkt liegt. 

Wenn du einen Diätkurs verkaufst, kannst du per E-Mail eine 7-Tage-Abnehmen Challenge machen und den Interessenten 7 Tage lang jeden Tag einen praktischen Tipp zum Abnehmen schicken oder ein Rezept. 

Ich versuche in dieser Phase immer Erfolgserlebnisse zu schaffen oder “Aha”-Momente. Wenn deine Tipps so gut sind, dass man sich bereits nach 7 Tagen besser fühlt, wenn du es geschafft hast, die Leute 7 Tage zu motivieren gesünder zu essen oder sich mehr zu bewegen, dann bist du auf einem sehr guten Weg und die Leute werden viel wahrscheinlicher auch dein Produkt kaufen. 

E-Mail-Marketing verbinden viele mit Spam, die Öffnungsraten der Emails sind nicht mehr so hoch wie früher (ca. 30% ist ganz gut), aber es ist immer noch die mit Abstand umsatzstärkste Verkaufsstrategie aktuell. Ein weiterer Vorteil ist, dass du von Fremdanbietern wie Facebook oder Instagram die ständig ihren Algorithmus ändern können weitestgehend unabhängig bist. 

Das ist das gleiche Prinzip, wie beim Flirten nach der Nummer zu fragen. Aus einem schüchternen Blick wird eine flüchtige Bekanntschaft und durch den Austausch der Nummer hast du die Möglichkeit, weitere Treffen zu vereinbaren. Genau wie beim Flirten gilt auch hier, sende Mehrwert, nerv nicht, übertreibe es nicht. Sei nett, charmant und unterhaltsam. Dann ist das E-Mail-Marketing sehr effektiv und du solltest diesen Verkaufsprozess auf jeden Fall umsetzen. 

Der Messenger-Bot-Funnel

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Der Messenger-Bot-Funnel ist im Prinzip das gleiche, wie der E-Mail-Funnel nur das du anstelle von E-Mails Nachrichten im Facebook Messenger automatisiert versendest (gibt es auch für andere Plattformen wie Instagram, WhatsApp, Telegram und co). War eine zeitlang ein großer Hype und ist auch immer noch sehr effektiv, wenn du es richtig umsetzt. 

Der große Vorteil ist die sehr hohe Öffnungsrate von Messenger Nachrichten im Vergleich zur E-Mail. Du hast hier Öffnungsraten von 80% und Klickraten von über 50%. Im Messenger wirkt der Funnel auch viel persönlicher, was dir auch wieder hilft zu verkaufen. 

Der Messenger Bot ist wie ein automatisierter Chat. Man kann den Bot auf Facebook Anschreiben z.B. über deine Facebook-Seite. Der Bot stellt dann verschiedene Fragen wie “Möchtest du gerne 7kg abnehmen?” und der Nutzer kann mit Ja oder Nein antworten. Das ist eine großartige Möglichkeit, deine Interessenten besser kennen zu lernen und zu unterteilen. 

Du könntest auch Fragen “Bist du bereit Geld in deine Gesundheit zu investieren?” wenn du ein Diät-Coaching anbietest, so kannst du gleich die Kunden trennen die für dich wichtig sind und bei welchen sich ggf. ein Telefontermin lohnt. 

Wenn du die Klassiker wie den Email-Funnel erfolgreich umgesetzt hast, solltest du dir die Messenger Variante auf jeden Fall mal ansehen. Du kannst hier im Webinar von Jakob kostenlos alle wichtigen Tipps und Tricks zum Thema Facebook Messenger lernen und eine Beispielfallstudie sehen

Je nach Zielgruppe kannst du solche Trends aufgreifen, aber langfristig solltest du auf jeden Fall auch Alternativen haben. Du bist hier auch wieder komplett von einem Anbieter abhängig und sollte Facebook irgendwelche Sachen ändern oder ganz aussterben, stirbt dein Business mit. 

Inhaltlich kannst  du hier auch wieder einen Kurs erstellen oder du kannst den  Messenger einfach nur zur automatischen Gewinnung von Interessenten  nutzen und diese dann persönlich anschreiben. 

Das gleiche gilt auch für LinkedIn, Xing oder andere soziale Netzwerke. 

Der Tripwire-Funnel

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Beim Tripwire-Funnel verkaufst du zunächst ein sehr günstiges Produkt z.B. ein eBook meist über den direkten Verkauf und anschließend ein teureres wie einen Videokurs oder ein Coaching. Dazu wird dieser Funnel mit dem Email-Marketing beispielsweise kombiniert.

Das ist aktuell meist mein Favorit. Das Tripwire-Produkt kostet nur wenige Euro, bei mir aktuell unter 10 Euro. Das deckt gerade einmal die Werbekosten. Aber es macht etwas ganz wichtiges:

Dein Interessent wird zum Käufer. Ein Käufer hat eine 7 Mal höhere Wahrscheinlichkeit, erneut zu kaufen, wenn dein Produkt gut ist! Einzig und allein darum geht es beim Tripwire. 

Ich habe diverse günstige Produkte auch auf unterschiedlichen Marktplätzen wie Amazon, Audible oder Udemy und die alle erhöhen meine Bekanntheit in meinen Themenbereichen und helfen mir, ggf. teurere Produkte zu verkaufen. 

Der große Vorteil in meinen Augen ist dieser Statuswechsel zum Käufer, das du Vertrauen mit einem guten Produkt aufbauen kannst und mit wenig Aufwand Ideen und zahlungsbereitschaft deiner Zielgruppe leicht testen kannst.

Der Telefon-Funnel

Der Sales-Funnel: Vom unbekannten Webseitenbesucher zum zahlenden Kunden

Der Telefon-Funnel kommt meist erst bei höherpreisigen Produkten ab 500 Euro und mehr zum Einsatz. Die Idee ist, dass du auf deiner Webseite Buchungen für ein kostenloses Telefongespräch ermöglichst. Dazu gibt es Anbieter wie calendly oder das kostenlose WordPress Plugin Booking Calendar, mit dem du leicht innerhalb weniger Minuten einen Buchungskalender auf deiner Webseite einrichten kannst. 

Die Interessenten kommen dazu auf deine Seite, lesen ein oder zwei tolle Beiträge von dir, und gut sichtbar hast du auf der Seite einen Handlungsaufruf:

Jetzt kostenloses Kennenlerngespräch vereinbaren. 

Anschließend überzeugst du persönlich im  Gespräch und verkaufst entsprechend deine Dienstleistung, stellst dein Angebot vor oder aber sagst dem Kunden auch ehrlich, wenn es nicht passt. Ich verkaufe selten am Telefon, meist helfe ich einfach anderen Leuten und dann ergibt sich der Rest von alleine. Das ist aber eine der wichtigsten Fähigkeiten, die du lernen kannst.  

Viele wollen immer gleich alles automatisieren und scheuen genau diesen persönlichen Kontakt. Aber ich rate dir, genau diesen Kontakt zu suchen. 

Wenn du mit denen Interessenten sprichst, lernst du sie kennen. Du lernst, wie sie reden, welche Begriffe sie verwenden, wofür sie sich interessieren, du erhältst sofort direktes Feedback zu deinem Produkt und lernst, wie du verkaufst. 

Das ist ein enormer Mehrwert der diesen Sales-Funnel auch für günstigere Produkte extrem interessant macht. 

Wenn du 100 solcher Gespräche geführt hast, kannst du dies langfristig weiter automatisieren. Aber diese Erfahrungen die du machst, sind mehr Wert, als das Geld, welches du verdienst. 

Von daher rate ich den meisten, diesen Verkauf am Telefon oder im persönlichen Gespräch einmal zu probieren. 

Meist gilt, umso persönlicher der Verkaufsprozess ist, umso besser wirst du verkaufen. Video verkauft meist besser als Text, persönliches Gespräch nochmal besser als Video. 

Offline-Funnel

Der Sales-Funnel: Vom unbekannten Webseitenbesucher zum zahlenden Kunden

Klingt altmodisch aber funktioniert. Auf Messen oder anderen zielgruppenrelevanten Treffen werden immer noch viele große Geschäfte gemacht. Also abhängig von deinem Angebot, informiere dich auch über offline Möglichkeiten der Kundenansprache und hole die Kunden wieder da ab, wo sie aktuell stehen und sich aufhalten. 

Praxisbeispiel Salesfunnel

Wenn du gerne ein komplettes Praxisbeispiel für einen Salesfunnel vom ersten Seitenaufruf bis zum erfolgreichen Verkauf als Vorlage möchtest, die du direkt übernehmen kannst, trag dich jetzt hier ein. 

Messung und Analyse deines Funnels

Extrem wichtig ist, dass du deinen Sales-Funnel regelmäßig optimierst. So ganz passiv wird dein Einkommen also nicht, aber weitestgehend 🙂

Damit du den Funnel optimieren kannst musst du ihn erstmal messen. 

  • Also wie viele Leute kommen auf deine Webseite?
  • Wie viele tragen sich davon in dein Webinar/Newsletter ein?
  • Wie viele Leute sehen das Webinar oder lesen deine Emails?
  • Wie viele Leute kaufen am Ende dein Produkt?
  • etc… 

Die wichtigste Kennzahl dazu ist die sogenannte Conversion-Rate, zu der du hier mehr erfährst

Einsteigern empfehle ich dazu einfach kostenlos mit einer normalen WordPress-Seite zu arbeiten und Google Analytics. Dazu nimmst du einen E-Mail-Anbieter wie Convertkit und auch die Webinaranbieter wie Webinaris bieten dir automatisch alle wichtigen Statistiken. 

Hinweis: Es ist übrigens ganz normal, dass ein Großteil der Leute nicht handelt/kauft. Mach dir deshalb keine Sorgen. 

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