Kriterien für eine gute Idee

Ich habe ständig eine ganze Reihe von neuen Ideen, aber ganz ehrlich die meisten davon sind … naja eher nicht so gut. Aber was macht gute Ideen eigentlich aus?

Ich habe eine Liste von Kriterien erstellt, an den du dich orientieren kannst.

Problemlösung

Das wichtigste Kriterium, um Kunden zu finden, ist, dass du eines ihrer Probleme löst. 

Die Idee muss dazu nicht neu oder einzigartig sein. Eine gewöhnliche Idee wird außergewöhnlich, wenn du die für die Kunden wichtigsten Punkte besonders gut umsetzt.

Steve Jobs sagte einmal: 

Die Leute wissen nicht was sie wollen, bis du es ihnen zeigst. 

Als Einsteiger solltest du dich aber auf bestehende aktuelle Probleme konzentrieren. Es sei denn du hast auch das Marketing-Budget von Apple und kannst Milliarden dafür ausgeben 😉

Konzentriere dich auf Ideen, für die Leute bereits Geld ausgeben und aktiv nach suchen. 

Die „großen Visionen“ können dann als zweite oder dritte Idee umgesetzt werden.

Eine Etablierung von neuen
Verhaltensweisen bei Kunden ist immer wesentlich schwerer, als das Ändern oder Vereinfachen bestehender Verhaltensmuster.

Also suche nach Problemen und überlege dir Lösungen dafür. Stell dir vor, du bist ein Arzt, der eine
Krankheit bei einem Patienten heilt. Der Patient hat ein Problem, für das er Hilfe benötigt. Als guter
Arzt erfindest du keine neuen Krankheiten und infizierst keine Leute. Und auch das Medikament muss
nicht neu sein. Hauptsache der Patient erhält eine Lösung für sein Problem und wird gesund. 

Viagra hilft beispielsweise gegen Höhenkrankheit, haben Forscher herausgefunden. Schon hast du eine Lösung für ein Problem und potentielle Kunden und auch für die ganzen Viagra-Spam-Versender ergibt
sich eine völlig neue Zielgruppe.

Sei von der Idee überzeugt

Geld verdienen ist nicht alles im Leben und wer ein erfolgreiches Business führt, führt nicht automatisch auch ein erfolgreiches Leben.

Deshalb solltest du dir von vorneherein eine Idee suchen, die du dir langfristig vorstellen kannst. Eine Idee, bei der du nicht jeden Tag das Gefühl hast, etwas zu tun, was du nicht magst oder was dir sinnlos erscheint.

Stell dir vor, du triffst einen guten Freund von früher in zwei Jahren ab heute wieder und er fragt dich:

„Wie es dir geht und wie dein Leben so läuft?“

Du antwortest:

„Es läuft großartig, es könnte nicht besser sein, weil …“.

Dies ist der Ausgangspunkt. Warum läuft es großartig und was muss in diesen zwei Jahren passieren, damit du so antworten kannst?

Wenn es dir schwerfällt, sowas in die Zukunft vorauszudenken, kannst du auch alle bisherigen Aufgaben, Jobs und Tätigkeiten, die du bisher gemacht hast, aufschreiben.

Zu jeder Tätigkeit schreibst du auf, was dir daran gefiel und was du nicht mochtest. So findest du vielleicht die richtige Richtung für deine zukünftigen Ideen.

Skalierbarkeit

Skalierbarkeit bedeutet, dass du deine Zeit nicht direkt gegen Geld tauschst.

Wenn du Arzt bist, kannst du in der Regel nur einen Patienten gleichzeitig betreuen. Selbst wenn du einen hohen Stundenlohn hast, ist dieser begrenzt. Ein skalierbares Geschäftsmodell wie ein digitales Infoprodukt ermöglicht es dir, einmalig einen Aufwand zu haben, beispielsweise wenn du ein Buch schreibst.

Aber dann kannst du es ohne Mehraufwand beliebig oft verkaufen.

Der Aufwand, ein Buch für 50 Leute zu schreiben, ist genauso hoch, wie der Aufwand, einen Bestseller für Millionen von Lesern zu verfassen.

Skalierbarkeit ist am Anfang nicht unbedingt notwendig, aber langfristig solltest du darauf achten.

Die Skalierung kann auch über Outsourcing oder andere Möglichkeiten erfolgen. Bei einer guten Idee ist deine Verdienstmöglichkeit nicht durch deine Zeit begrenzt.

Dies ist jedoch ein subjektives Kriterium. Wenn dir der nicht skalierte Verdienst ausreicht, sind die anderen Kriterien wichtiger.

Ersetzbarkeit der eigenen Person

Dies ist mittlerweile ein für mich ganz wichtiger Punkt geworden. Der Weg ist lang und hart, und es muss auch möglich sein, sich selber eine Auszeit zu gönnen, ohne dass gleich alles zusammenfällt.

Wenn du nicht ersetzbar bist, bestimmst du dein Business genauso sehr, wie es dich und dein Leben bestimmt.

Der Mehrwert sollte also im Produkt oder der Dienstleistung liegen und nicht in deiner Person. Gerade Selbständige fangen oft an, um freier zu sein, und sind letzten Endes dann doch mehr in ihrem eigenen Kopf gefangen und arbeiten mehr als ihre Angestellten.

Außerdem ermöglicht es dir, die Firma einfacher irgendwann zu verkaufen. Für Investoren sind die Ersetzbarkeit und die Skalierbarkeit sehr wichtige Kriterien.

Potential

Die Idee sollte das Potential haben, deine Ziele und deinen Lebensstil, wie du ihn dir vorstellst, zu erreichen.

Du willst viel reisen? Dann ist ein lokales Franchise-Unternehmen sicher nicht die beste Wahl.

Dir reichen 1000 Euro im Monat zum Leben? Warum dann die Mühe machen, unzählige Kunden zu suchen und mehr zu arbeiten, als du musst?

Du arbeitest lieber alleine? Dann such dir auch eine Idee, die sich als Einzelunternehmen umsetzen lässt.

Du willst die Millionen? Dann sollte die Idee das auch hergeben.

Ressourcen

Einige Ideen benötigen mehr Zeit oder Geld zur Umsetzung als andere. Du musst bei deiner Idee darauf achten, dass du die notwendigen Ressourcen hast, um die Idee bis zu Ende umzusetzen. 

Mehrwert schaffen

Für langfristigen Erfolg solltest du einen Mehrwert für deine Kunden schaffen.

Dazu muss deine Idee nicht einzigartig, revolutionär und neu sein.

Du kannst auch bestehende Ideen nehmen und einige Punkte an ihnen verbessern.

Dein Mehrwert besteht vielleicht auch nur in individuellen Zusatzleistungen, wie besonders gutem Premium-Support oder einer einzigartigen Zusammenstellung von verschiedenen Dienstleistungen zu einem Gesamtpaket.

Bei einigen sehr erfolgreichen Ideen besteht der Mehrwert auch nur in der Unterhaltung. Was für den Kunden “Mehrwert” ist, ist ja für jeden anders. 

Unterstützt deine Lebensweise

Deine Idee sollte es dir ermöglichen, so zu leben, wie du es dir vorstellst. In der Anfangszeit wird das noch nicht immer möglich sein, aber langfristig.

Wenn du einen bestimmten Geldbetrag für dein Leben benötigst, sollte dein Business diese Summe verdienen können. Wenn du dir ein Leben ohne ein bestimmtes Thema nicht vorstellen kannst, solltest du von Anfang an darauf achten, dass sich beide Bereiche kombinieren lassen.

Wenn es bestimmte Aufgaben gibt, die du auf keinen Fall tun willst, lagere sie so früh wie möglich aus.

Ein Online-Business ist wie gesagt kein Selbstzweck, es geht immer darum, dich dabei zu unterstützen, das Leben deiner Träume zu führen.

Verrücktheit/Originalität

Dies ist ein Extra-Kriterium, das vermutlich nur auf die wenigsten soliden Geschäftsmodelle zutrifft, aber trotzdem interessant und in kurzer Zeit umsetzbar ist.

Ein Beispiel ist milliondollarhomepage.com. Der Erfinder baute eine einfache Webseite, mit 1Millionen Pixel und man konnte einen Pixel Werbefläche für 1$ kaufen. In kürzester Zeit verkaufte er die Werbeflächen, da weltweit in den Medien über diese Seite berichtet wurde.

Die etlichen Nachahmer, die dann folgten, hatten jedoch alle keinen Erfolg.

In der amerikanischen Startup-Serie Shark-Tank gab es eine Firma, die 15 Zeichen lange Botschaften auf Kartoffeln verschickt, zu finden unter potatoparcel.com.

Auf jeden Fall individueller als eine der üblichen Postkarten zu Weihnachten, und wenn du über die Feiertage mal wieder vergessen hast einzukaufen, hast du sogar etwas zu essen.

Wenn du eine besonders verrückte oder originelle Idee hast, dann probier es aus.

Diese Ideen überzeugen in der Regel durch Einfachheit und hohes virales Potential. Sie fallen aber ansonsten aus dem Schema der anderen hier genannten Kriterien und Geschäftsmodelle.

Lies dazu auch den Artikel zu 12 verrückten Geschäftsideen, die Millionen verdient haben.

Scroll to Top